Direkt zum Inhaltsbereich

BLICK IN DIE ZUKUNFT

Schützt Impfung Kinder vor Sensibilisierungen?

Zur Asthma-Prävention wird es möglicherweise bald eine Impfung geben. Vakzinationskonzepte hierfür wurden bereits entwickelt und werden auch schon erprobt. Sie resultieren aus der Erkenntnis, dass das Aufwachsen auf dem Bauernhof Kinder vor Asthma schützt.

Veröffentlicht:

In einer epidemiolgischen Studie etwa hatten nur jeweils ein Prozent der Kinder, die sich häufig in Kuhställen aufhielten, eine Pollenallergie oder ein Asthma entwickelt. Von den Kindern ohne Stallkontakt bekamen hingegen neun Prozent Asthma und sogar elf Prozent Heuschnupfen. "Unser Immunsystem braucht offenbar den Kontakt mit gefährlichen Erregern wie Viren oder Bakterien, ansonsten sucht es sich andere Aufgaben", sagt Professor Gerhard Schultze-Werninghaus aus Bochum.

Zur Asthma-Prävention bei Kindern ruhen nun große Hoffnungen auf verschiedenen Vakzinationskonzepten. Dabei sollen Umweltbedingungen simuliert werden, die nach Ergebnissen epidemiologischer Studien möglicherweise vor der Entstehung von Asthma schützen. Es gehe darum, allergische Sensibilisierungen zu verhindern oder möglichst lange hinauszuzögern, sagt Professor Ulrich Wahn aus Berlin. Das könne etwa dadurch gelingen, dass Kinder auf Bauernhöfen aufwachsen oder mit Substraten geimpft werden, mit denen Bauernkinder gehäuft konfrontiert sind. Solche Substrate seien bereits isoliert und untersucht worden. Und Studien hierzu sind bereits begonnen worden.

Einen wesentlichen Beitrag zur Allergie-Prävention können auch Mütter durch Verzicht auf Rauchen in der Schwangerschaft leisten. So ist bei Kindern, deren Mütter in der Schwangerschaft rauchen, das Asthma-Risiko um 60 Prozent höher als bei Kindern von Frauen, die nie geraucht haben (Chest 127, 2005, 1232). Stellen Frauen das Rauchen vor der Schwangerschaft ein, besteht kein erhöhtes Risiko. Auch bei Kindern von Müttern, die mindestens vier Monate voll stillen, ist das Asthma-Risiko reduziert, sagt Professor Andrea von Berg aus Wesel. Dafür sprechen Daten einer große Metaanalyse. (ikr)

Lesen Sie dazu auch:

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Neudefinition mit praktischen Konsequenzen

COPD: Schon ab einer moderaten Exazerbation in Gruppe E!

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Wie Haus- und Fachärzte gemeinsam Impflücken schließen

© Vladimir Vladimirov | iStock (Symbolbild mit Fotomodellen)

Round-Table-Gespräch

Wie Haus- und Fachärzte gemeinsam Impflücken schließen

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Die häufigsten Praxisfragen zur Influenzaimpfung

© Aitor Diago | Getty Images

Wer, wann, womit?

Die häufigsten Praxisfragen zur Influenzaimpfung

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

© FatCamera | Getty Images (Symbolbild mit Fotomodellen)

Impfstatus Klinikpersonal

Hohe Verantwortung, moderate Impfquote

Anzeige | Viatris-Gruppe Deutschland
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Dissens in Bezug auf Wirksamkeit

Wem oder wogegen helfen Probiotika?

Lesetipps
Ältere Frau versucht, sich mit einem Fan abzukühlen.

© solidcolours/Getty Images/iStock

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten

Eine Hand hält ein

© Sergey Nivens / stock.adobe.com

Jetzt abonnieren

Unsere Newsletter in der Übersicht