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Schlaganfall

Schutzfaktor Trauschein?

Wer verheiratet ist, senkt offenbar sein Risiko, an einem Schlaganfall zu sterben. Geschiedene, die wieder heiraten, haben allerdings schlechtere Karten. Forscher haben eine Vermutung, woran das liegt.

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Schutzfaktor Trauschein?

© Light Impression / Fotolia

DURHAM. US-amerikanische Wissenschaftler haben erstmals prospektiv untersucht, wie sich der Familienstand auf die Prognose von Schlaganfall-Patienten auswirkt (JAHA 2016; 5: e004647).

Dafür haben sie 2.351 über 40-jährige US-amerikanische Personen im Mittel 5,3 Jahre lang nachverfolgt. Alle Teilnehmer hatten angegeben, einen Schlaganfall überlebt zu haben.

Risiko signifikant erhöht

Schlaganfall-Patienten, die niemals eine Ehe eingegangen waren, hatten im Vergleich zu Verheirateten ein um 71 Prozent erhöhtes Risiko, zu sterben; für Geschiedene stieg das Risiko um 23 Prozent und für Verwitwete um 25 Prozent.

Selbst Personen, die nach einer Scheidung eine erneute Ehe eingegangen waren, hatten mit einem Sterberisiko von 23 Prozent eine schlechtere Prognose als dauerhaft Verheiratete.

Besonders schlechte Karten hatten Teilnehmer, die mehrere Scheidungen oder Verluste des Ehepartners erlebt hatten – selbst wenn sie danach erneut geheiratet haben (Risikoerhöhung: 41 Prozent).

Indirekte Faktoren wohl nicht ausschlaggebend

Dass sich ein beständiges Eheleben auf die Gesundheit und hier im Besonderen auf die Schlaganfall-Prognose positiv auswirkt, ist nachvollziehbar. Von Bedeutung könnten dabei sozioökonomische Faktoren sein, wie ein in der Regel höheres Einkommen von Eheleuten im Vergleich zu Alleinlebenden.

Doch selbst nach Adjustierung auf sozioökonomische Faktoren bleibe das Risiko für Alleinlebende erhöht, so die Studienautoren.

Sie vermuten deshalb, dass sich psychologische Faktoren wie die emotionale Unterstützung des Partners in solch lebensbedrohlichen Situationen auf den Gesundheitsstatus der betroffenen Person vorteilhaft auswirken.

Ungeachtet der Plausibilität dieser potenziellen Erklärungen lässt sich aus den Daten der Beobachtungsstudie keine Kausalität ableiten. Auch stellt sich die Frage nach der praktischen Konsequenz: Der Ehestatus lässt sich als "Risikofaktor" wohl kaum kurzfristig verändern. (VS)

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Kommentare
Wolfgang P. Bayerl 14.01.201721:06 Uhr

das liegt wohl auch daran

dass Frauen "sozioökonomisch" bessere Partner bevorzugen, warum auch immer.
Das bleibt ihr Geheimnis :-)
Damit ergibt sich eine gewisse Selektion für die Übrig-gebliebenen.
Dabei hat das dazu spezialisierte Max-Planck-Institut schon vor Jahren herausgefunden,
dass eine jüngere Frau wohl für die Lebenserwartung (des Mannes) positiv wirkt,
im Gegensatz zur Frau, wo das Gegenteil der Fall ist wenn sie einen jüngeren Mann wählt.
Was Epidemo-biologen immer wieder in Erstaunen setzt, dass die (menschliche) Frau
gegenüber der Tierwelt ihre Fruchtbarkeitsperiode so viele Jahre überlebt.
Ja sie überlebt ja in der Regel auch den Mann.

Karlheinz Bayer 13.01.201717:56 Uhr

Frage an Radio Eriwan!


Mir war bis vor diesem Artikel so, als würden katholische Priester und Nonnen zu den Menschen zählen, die am wenigsten Schlaganfälle haben.
Trifft es jetzt zu, daß die alle verheiratet sind?

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