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Schwangerschaftsrisiken sind bei Typ-2-Diabetes hoch

DÜSSELDORF (eis). Immer mehr junge Frauen erkranken an Typ-2-Diabetes. Werden sie schwanger, haben sie ein hohes Risiko, ihr Kind zu verlieren. Diabetikerinnen sollten auf das Problem hingewiesen und bei Kinderwunsch präkonzeptionell gut eingestellt werden.

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Immer mehr junge Frauen haben Typ-2-Diabetes. © Jörg Carstensen / dpa

Immer mehr junge Frauen haben Typ-2-Diabetes. © Jörg Carstensen / dpa

© Jörg Carstensen / dpa

Studiendaten zu den Schwangerschaftsrisiken von Diabetikerinnen hat Dr. Helmut Kleinwechter aus Kiel beim Diabetes-Update in Düsseldorf vorgestellt. So haben spanische Forscher in einer Meta-Analyse von 33 Studien die Schwangerschaftsergebnisse von 7966 Typ-1- und 3781 Typ-2-Diabetikerinnen erhoben (J Clin Endocrinol Metabol 94, 2009, 4284).

Die Rate von schweren Fehlbildungen, Totgeburten und neonatalem Tod war bei diesen Frauen mit über fünf Prozent doppelt so hoch wie in der weiblichen Allgemeinbevölkerung, wobei es keine Unterschiede zwischen den Diabetestypen gab. Die perinatale Sterberate war bei Typ-2-Diabetikerinnen mit vier Prozent achtmal so hoch wie in der Allgemeinbevölkerung, bei Typ-1-Diabetikerinnen fünfmal so hoch (2,7 Prozent). Schwangerschaft und Typ-2-Diabetes ist in Deutschland besonders ein Problem von Migrantinnen, sagte Kleinwechter in Düsseldorf. Ärzte sollten generell Diabetikerinnen im gebärfähigen Alter über die Problematik beraten.

Nach seiner Erfahrung klappt eine Planung der Schwangerschaft bei Typ-2-Diabetikerinnen bisher in den seltensten Fällen. Ist jedoch perikonzeptionell der HbA1c-Wert erhöht, steigt das Fehlbildungsrisiko an. Betroffene sollten zum Spezialisten überwiesen werden, um den Stoffwechsel gut einzustellen und die Entwicklung des Kindes etwa mit Ultraschall zu überwachen, rät der Diabetologe.

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