Hirntumore

Skorpiongift zeigt Wirkung

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ERLANGEN. Forscher am Klinikum Uni Erlangen-Nürnberg haben jetzt ein Therapeutikum unter die Lupe genommen, das in der traditionell-chinesischen Medizin weit verbreitet ist - Skorpiongift - und es bei der Behandlung von Gliomen eingesetzt, mit überraschenden Ergebnissen, heißt es in einer Mitteilung der Uniklinik.

Die Mediziner sollen gemeinsam mit chinesischen Mikrobiologen auf der Basis des Gifts des Chinesischen Goldenen Skorpions (Mesobuthus martensii) zwei neue Wirkstoffe identifiziert haben, mit denen sich Gliome stoppen lassen (Sci Rep 2016; online 2. Februar).

Extrakte aus dem Gift gelten in der chinesischen Heilkunst als wirksames Mittel gegen neurologische Leiden wie chronische Schmerzen, Lähmungen, Schlaganfälle oder Epilepsie. Das Team um den Neurowissenschaftler Privatdozent Dr. Nicolai Savaskan konnte zeigen, dass die beiden Stoffe CA4 und CTX-23 Hirntumore an der schnellen Zellteilung hindern und deren Gefäßbildung blockieren, so die Uniklinik. (eb)

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