Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Staat in der Verantwortung

Julia FrischVon Julia Frisch Veröffentlicht:

Wer ist der größte Gewinner der Schweinegrippe-Pandemie? Natürlich die Pharmaindustrie, sagen viele Kritiker: Für sie kam das H1N1-Virus wie ein Geschenk vom Himmel. Millionen könnten die Unternehmen nun mit der Angst vor H1N1 verdienen.

Seit Wochen lassen Impfgegner und Möchtegern-Experten an den Pharmaunternehmen - allen voran GlaxoSmithKline (GSK), das das H1N1-Serum Pandemrix® herstellt - kein gutes Haar. Immer wieder wird dabei (bewusst) auch Falsches kolportiert: zum Beispiel, dass sich die Pharmakonzerne auf Kosten des Staates angeblich von jeglicher Haftung für fehlerhafte Impfprodukte freigekauft haben.

Dass das nicht stimmt, zeigen die Verträge zwischen GSK sowie Bund und Ländern. In ihnen haben zwar alle Parteien geregelt, dass auch der Staat für bestimmte Schäden aufzukommen hat. Bei aller jetzt geäußerten Aufregung ist das aber nichts Befremdliches. Es ist schließlich der Staat, der die Serumproduktion unter höchstem Zeitdruck in Auftrag gegeben hat, um so schnell wie möglich seine Bevölkerung impfen zu können. Die Konsequenz daraus ist nur logisch und im Übrigen seit Jahren im Infektionsschutzgesetz kodifiziert: Im Pandemiefall kann sich der Staat nun mal nicht aus der Verantwortung stehlen.

Lesen Sie dazu auch: Schweinegrippe-Serum: Wer übervorteilt wen?

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Esteban Roman Garcia hat einen modernen OP eingerichtet, mit allen erforderlichen Geräten, um effizientes Arbeiten zu ermöglichen.

© privat

Praxismanagement

Arzt und Unternehmer: Chirurg in Ostwestfalen auf Expansionskurs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: dem Finanzdienstleister MLP SE, Wiesloch
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Diskriminierung

Rassismus in der Hausarztpraxis: Warum Hinschauen die Versorgung verbessert

Lesetipps