Weltweite Studie

Starker Anstieg von Diabetes prognostiziert

Derzeit gibt es weltweit 537 Millionen Diabetiker, schätzt die International Diabetes Federation. Im nächsten Jahrzehnt könnte die Zahl rasant wachsen, zeigt eine Studie.

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Der Trend geht nach oben: Nur eine verstärkte Prävention könnte den Aufwärtstrend bei der Diabetes-Inzidenz stoppen.

Der Trend geht nach oben: Nur eine verstärkte Prävention könnte den Aufwärtstrend bei der Diabetes-Inzidenz stoppen.

© Edler von Rabenstein / stock.adobe.com

Düsseldorf. Die weltweite Zahl der Menschen mit Diabetes könnte in Zukunft erheblich stärker steigen als bisher angenommen. Das hat eine Studie des Deutschen Diabetes-Zentrums in Düsseldorf ergeben (BMJ Open Diabetes Res Care 2021; 9: e002122).

Bisher schätzt die International Diabetes Federation (IDF) die Zahl der Diabetiker auf 537 Millionen (im Jahr 2021) und prognostiziert einen Anstieg auf 783 Millionen bis zum Jahr 2045.

Die IDF hat dazu aufwändige Recherchen vorgenommen, um die weltweit verfügbaren Daten zur altersspezifischen Erkrankungshäufigkeit zu identifizieren und für die nächsten Jahre fortzuschreiben, berichtet das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) in einer Mitteilung.

Mit dieser prognostizierten Zahl von Menschen mit Diabetes sei aber im Schnitt bereits etwa zwölf Jahre vor 2045 zu rechnen, so der DZD-Forscher Professor Oliver Kuss von dem Düsseldorfer Zentrum.

Dies entspreche etwa 195 Millionen mehr Menschen mit Diabetes, als aufgrund der IDF-Prognose anzunehmen wäre. Präventionsmaßnahmen, die das Risiko für Diabetes in der Bevölkerung senken, könnten dieser Entwicklung entgegenwirken, betont das DZD. (eb)

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