Herz-Kreislauf

Sterberisiko steigt mit dem Zuckerkonsum

Je höher der Zuckeranteil in der täglichen Kost, desto größer ist offenbar das Risiko, an einer kardiovaskulären Krankheit zu sterben. Das zeigt eine US-Studie.

Veröffentlicht:
Der Zucker-"Turm" könnte fatale Folgen haben.

Der Zucker-"Turm" könnte fatale Folgen haben.

© Joana Kruse / fotolia.com

ATLANTA. Hoher Zuckerkonsum begünstigt Übergewicht, Typ-2-Diabetes, Dyslipidämie, Hypertonie und kardiovaskuläre Krankheiten. Wie stark hoher Zuckerkonsum dabei das kardiovaskuläre Sterberisiko erhöht, haben US-Forscher nun in einer prospektiven Studie bei 11.733 Erwachsenen untersucht (JAMA Intern Med 2014; 174: 516).

Innerhalb von im Schnitt 14,6 Jahren starben 831 der Probanden an Herz-Kreislauf-Krankheiten. Mit zunehmendem Zuckeranteil in der Nahrung stieg dabei die kardiovaskulär bedingte Sterberate, und zwar auch, wenn Einflüsse von Alter, Geschlecht, BMI und Lebensstil herausgerechnet wurden.

Risiko bei hohem Konsum um 38 Prozent erhöht

Die WHO rät, den Kalorienanteil aus Zucker unter 10 Prozent zu halten. Studienteilnehmer, die sich daran hielten, wurden mit Teilnehmern verglichen, die einen etwa doppelt so hohen Zuckeranteil in der Kost hatten (16 bis 21 Prozent).

Ergebnis: Bei hohem Konsum war das Risiko für einen kardiovaskulären Tod um 38 Prozent erhöht. Bei noch höherem Zuckerkonsum verdoppelte sich sogar die kardiovaskuläre Sterberate.

Betrug der mittlere ZuckerKalorienanteil in der Nahrung 11,4 Prozent, führte dies binnen 15 Jahren bei einem von 265 Probanden zu einem kardiovaskulären Tod (number needed to harm, NNH).

Bei einem Zuckeranteil von 25,2 Prozent in der Kost kam schon ein kardiovaskulärer Todesfall auf 22 Probanden. Bereits ein zuckerhaltiges Getränk am Tag steigert nach den Daten das kardiovaskuläre Sterberisiko, so die Forscher. (St)

Mehr zum Thema

Cochrane-Review

Rauchstopp ist für Herzkranke eine gute Idee

Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Die Niere hält nicht ewig stand

© Astra Zeneca

ckd-erkennen.de

Die Niere hält nicht ewig stand

Anzeige | AstraZeneca GmbH
Was die neuen ESC-Leitlinien bedeuten

© Novartis Pharma GmbH

HFrEF-Basistherapie

Was die neuen ESC-Leitlinien bedeuten

Anzeige | Novartis Pharma GmbH
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Plasmodien vermehren sich als Trophozoiten in Erythrozyten: Eine Phase im Lebenszyklus von Malaria-Erregern.

© Kateryna Kon / Science Photo Library / mauritius images

RKI meldet

Zwei aktuelle Fälle von Flughafen-Malaria in Frankfurt

Ein Krankenpfleger schiebt ein Krankenbett durch eine Station. Das Bundesgesundheitsministerium hat Pläne für Ermittlung und Festlegung des Pflegepersonalbedarfs in einem Krankenhaus vorgestellt.

© Daniel Bockwoldt / picture alliance / dpa

Update

Neuer Gesetzentwurf

Personalschlüssel für Klinik-Pflege soll ab 2024 gelten