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Studie bestätigt Dringlichkeit früher Arthritis-Therapie

LEIDEN (hub). Bei Rheumatoider Arthritis (RA) ist früher Therapiestart wichtig, appellieren niederländische Kollegen. Geschieht der nicht binnen drei Monaten nach Symptombeginn, ist die Chance auf Remission deutlich vermindert, das Risiko für Röntgenprogression deutlich erhöht.

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Morgensteifigkeit von mehr als einer Stunde kann Zeichen einer frühen Arthritis sein.

Morgensteifigkeit von mehr als einer Stunde kann Zeichen einer frühen Arthritis sein.

© imagebroker / imago

In einer Studie haben die Forscher Daten der Leiden-Früharthritis-Kohorte ausgewertet (Arthritis Rheumatism 2010; 62: 3537). Sie umfasst knapp 1700 Personen, die sich zwischen 1993 und 2006 mit Symptomen einer frühen Arthritis in der Universitätsklinik in Leiden vorgestellt hatten. Bei rund 600 davon wurde dann eine RA diagnostiziert.

Bei den Patienten, die tatsächlich eine frühe Arthritis hatten, betrug die Zeit zwischen dem Auftreten der Symptome und der Diagnose knapp 14 Wochen. Auch speziell bei den RA-Patienten war die Diagnose verzögert: Nur bei einem Drittel wurde die RA binnen zwölf Wochen diagnostiziert.

Die Folgen: Die Chance einer Remission war durch die Verzögerung halbiert. Und wer nicht binnen drei Monaten nach Symptombeginn als RA-Patient erkannt wurde, hatte ein 30 Prozent erhöhtes Risiko einer radiografischen RA-Progression innerhalb von sechs Jahren. Vor allem ältere Menschen und Frauen mussten länger auf eine Diagnose warten.

Die Daten bestätigen die deutschen Leitlinien. Darin wird zum Therapiestart binnen drei Monaten nach Auftreten der ersten RA-Symptome geraten. Innerhalb dieses Fensters sind die Chancen auf eine Remission deutlich erhöht.

Hausärzte sollten bei folgenden Symptomen aufmerken: zwei oder mehr geschwollene kleine Gelenke, Morgensteifigkeit von mehr als einer Stunde und erhöhte BSG- oder CRP-Werte. Dann besteht Verdacht einer RA, der Patient sollte zum Rheumatologen.

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