Depressionen

Studie in Bonn zur Hirnstimulation bei Depressionen

BONN (eb). Patienten mit starken therapieresistenten Depressionen können am Uniklinikum Bonn an einer Studie zur Wirksamkeit der Tiefen Hirnstimulation teilnehmen. Die Patienten sollten seit mehr als zwei Jahren an Depressionen erkrankt sein oder in den vergangenen fünf Jahren mindestens vier Krankheitsschübe gehabt haben.

Veröffentlicht: 23.02.2006, 08:00 Uhr

Bei der Tiefen Hirnstimulation werden in einer Operation unter Lokalanästhesie Elektroden mit einem Durchmesser von etwa einem Millimeter in bestimmte Hirnareale geführt. Die Elektroden sind durch ein Kabel mit einem elektrischen Pulsgenerator verbunden. Dieser Pulsgenerator ist etwa so groß wie eine Taschenuhr und wird unter Narkose in die Brust implantiert.

Das Gerät läßt sich von außen individuell programmieren. Durch die Tiefe Hirnstimulation werden Hirnregionen so gereizt, daß sie vorübergehend inaktiv sind. Dies verändert biochemische Abläufe im Gehirn. Durch die Methode wird kein Hirngewebe zerstört. Die Nebenwirkungen sind in der Regel gering und reversibel.

In welchem Ausmaß die Tiefe Hirnstimulation die Stimmung schwer depressiver Patienten bessern kann, soll nun erstmals in Europa an der Bonner Klinik untersucht werden.

Anmeldung und Infos: Caroline Frick und Daniela Brodeßer, Tel.: 0228 / 2 87 14 51 (montags, mittwochs , donnerstags 9 bis 11 Uhr) und 0228 / 2 87 96 63 (dienstags, mittwochs, freitags 9 bis 11 Uhr), E-Mail: caroline.frick@ukb.uni-bonn.de und daniela.brodesser@ukb.uni-bonn.de

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