Täglich auf die Waage hilft, das Gewicht zu halten

PROVIDENCE (mut). Wie können Ärzte Patienten nach erfolgreichem Abnehmen dabei helfen, dass sie nicht bald wieder überschüssige Pfunde mit sich herumschleppen? Am besten, indem sie die Patienten auffordern, sich täglich zu wiegen und die Gewichtsänderungen dokumentieren. Und indem sie den Patienten regelmäßig Mut machen, auf ihr Gewicht zu achten.

Veröffentlicht:

Sicher - für einige Übergewichtige mag es kontraproduktiv sein, wenn sie sich ständig mit ihrem Gewicht beschäftigen. Doch ein Teil der Betroffenen schafft es tatsächlich, nach dem Abnehmen das Gewicht zu halten, wenn sie es täglich selbst kontrollieren und mit Gesprächen dabei unterstützt werden. Darauf deutet eine US-Studie mit 314 Teilnehmern, die alle im Schnitt 20 Kilo abgenommen hatten.

Die Teilnehmer durften danach 18 Monate lang an verschiedenen Programmen teilnehmen. Ein Drittel wurde gebeten, täglich das Gewicht zu messen und die Daten einmal pro Woche telefonisch an die Studienleiter durchzugeben.

Ein weiteres Drittel sollte sich ebenfalls täglich wiegen und das Gewicht per Internet durchgeben. Diese beiden Gruppen wurden zudem von Ernährungsberatern, Physiologen und Psychologen betreut. Dies geschah in der Telefongruppe durch monatliche Treffen, in der Internetgruppe durch regelmäßige Chats.

Je nach Gewichtszunahme wurden die Teilnehmer während der Studie einer grünen Zone (unter 1,4  kg Zunahme) zugeordnet, einer gelben (1,4 bis 2,2  kg) oder einer roten Zone (über 2,4 kg). Teilnehmer in der grünen Zone erhielten monatlich kleine grüne Geschenke wie einen grünen Apfel, grünen Tee oder eine Fünf-Dollar-Note. Gerieten die Teilnehmer in die gelbe oder rote Zone, wurde ihnen jeweils per Telefon oder Internet eine intensive Beratung angeboten, um wieder in den grünen Bereich zu kommen.

Ein Drittel der Teilnehmer, die Kontrollgruppe, erhielt lediglich alle drei Monate einen Infobrief mit Tipps zur Ernährung, zur Bewegung und zur Gewichtskontrolle.

Die Ergebnisse: In der Telefongruppe lag die Gewichtszunahme nach 18 Monaten bei 2,5  kg. Fast doppelt soviel waren es in der Gruppe ohne Intervention, nämlich 4,9  kg. Überraschenderweise war in der Internetgruppe die Zunahme mit 4,7 kg ähnlich hoch wie in der Kontrollgruppe. Offenbar war das persönliche Gespräch durch den Internet-Chat nicht zu ersetzen.

Die Studienleiter aus Providence in den USA machten zudem eine weitere Beobachtung: Die Gewichtszunahme war bei denjenigen Teilnehmern am geringsten, die sich tatsächlich täglich wogen. Und dieser Anteil war in der Gruppe mit persönlichem Kontakt am höchsten (NEJM 355, 2006, 1563).

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Eine Frau steht vor einer schwarzen Wolke.

© 1STunningART / stock.aodbe.com

Keine Modeerscheinung

ADHS im Erwachsenenalter: Das gilt für Diagnostik und Therapie