Uni Bochum

Teilnehmer für Studie zu Phantomschmerz gesucht

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BOCHUM. Für eine Studie zur Verbesserung der Therapieoptionen bei Phantomschmerz sucht das LWL-Uniklinikum Bochum der RUB Menschen mit Amputation und Phantomschmerz sowie – als Kontrollgruppe – Personen mit Amputation ohne Phantomschmerz.

Das Forschungsprojekt ist Teil einer internationalen Multicenterstudie. Gemeinsam mit seinem Team will Professor Martin Diers, Professor für Klinische und Experimentelle Verhaltensmedizin in der LWL-Universitätsklinik Bochum für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie das Wissen um Behandlungsmöglichkeiten und Therapie von Phantomschmerzen erweitern.

Im Mittelpunkt der Studie "Virtuelle Realität zur Behandlung von Phantomschmerz" stehen Spiegeltherapie und motorische Trainings, zwei bereits bei Phantomschmerzen genutzte Behandlungen, teilt das LWL-Uniklinikum mit. Studienteilnehmer werden per Zufall einer dieser Behandlungen zugeteilt.

Falls die ausgewählte Behandlung keine spürbare Verbesserung nach sich ziehe, könne nach Abschluss dieser Behandlung das andere Training ausprobiert werden, heißt es in der Mitteilung.

Jedes Mal, wenn das Phantomglied bewegt wird, werden durch die Stumpfmuskeln elektrische Signale produziert.

Abhängig von der zugeteilten Behandlung werden entweder spezifische Bewegungen der Stumpfmuskulatur durchgeführt oder diese Muskeln werden ruhig gehalten und Bewegungen nachgestellt, informiert das LWL-Uniklinikum Bochum zur Studie.

Übungen in virtueller Realität

Um die Aktivierung der Muskeln zu erfassen, werden Oberflächenelektroden auf den Muskeln platziert, welche die Signale aufzeichnen (Elektromyographie). Die Übungen beider Behandlungsmethoden finden in einer virtuellen Realität statt, in der das fehlende Gliedmaß visuell dargestellt wird.

Dem Training liege die Annahme zugrunde, dass der für die amputierte Gliedmaße im Gehirn zuständige Bereich durch das Training reaktiviert wird, teilt das LWL-Uniklinikum Bochum mit. Dies trage wiederum zur Schmerzreduzierung bei.

Gesucht werden Frauen und Männer ab 18 Jahren mit einer Amputation, die mindestens sechs Monate zurückliegt. Die Studienteilnehmer sollten mit der Anwendung der Prothese, sofern eine genutzt wird, zufrieden und die begleitende Medikamenteneinnahme relativ stabil sein.

Die Therapie besteht aus 15 Behandlungssitzungen, die ein-, zwei- oder fünf-mal in der Woche angesetzt sein können. Nach einem, drei und sechs Monaten folgen drei weitere Termine, um die langfristige Wirkung der Behandlung zu untersuchen. (eb)

Interessierte können sich mit ihren Kontaktdaten melden (Stichwort "Phantomschmerztherapie"): Tel. 0234 5077-3226 (Anrufbeantworter); E-Mail: verhaltensmedizin@rub.de

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