Eine spezifische antidementive Therapie ist in Deutschland noch immer die Ausnahme: Nur etwa 10 bis 15 Prozent der Demenz-Kranken bekommen Antidementiva. Stattdessen erhalten mehr als zwei Drittel der Demenz-Patienten in Pflegeheimen Sedativa und Neuroleptika. Dabei haben viele Studien belegt, dass sich Antidementiva positiv auf die kognitiven Fähigkeiten auswirken, den Pflegeaufwand reduzieren und Verhaltensstörungen mildern. Günstige Effekte gibt es dabei in allen Demenz-Stadien.

Je früher die antidementive Therapie begonnen wird, desto besser. Denn bei frühem Therapiestart ist die Chance auf vorübergehende Besserungen am größten. Außerdem kann bei spätem Therapiestart der Nutzen, den schon früh behandelte Demenz-Patienten von der Therapie haben, nicht mehr aufgeholt werden. Vorbeugen kann man einer Demenz mit viel Bewegung und geistiger Aktivität.

Lesen Sie mehr in der Sommer-Akademie

Mehr zum Thema

Kommentar zu Alzheimer

Prävention bleibt entscheidend

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Musikfestival Ende Juli in Dorset: Abstand, Maske? In England zur Zeit kein Thema mehr. Trotz solcher Veranstaltungen sinken die Infektionszahlen.

© Hannah Meadows Photography / Avalon / picture alliance

Unerwartetes COVID-19-Phänomen

England: Sinkende Corona-Inzidenzzahlen geben Rätsel auf

Ein Hausarzt in Niedersachsen hat Patienten abgewiesen, die sich auch nach eingehender Beratung nicht gegen Corona impfen lassen wollten – mit teils verheerenden Folgen.

© Ulrich Stamm / Geisler-Fotopress

Corona-impfunwillige Patienten abgewiesen

KV entrüstet über Morddrohungen gegen Hausarzt