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Neue Formulierung

Therapie mit Deferasirox vereinfacht

Eine neue Darreichungsform des Eisenchelators Deferasirox soll die Therapietreue von Patienten mit myelodysplastischen Syndromen verbessern.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Für Patienten mit hohem Transfusionsbedarf, wie unter anderem bei myelodysplastischen Syndromen (MDS), verstärkt die Eisenüberladung das Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko. Eine wirksame Eisenchelation ist für diese Patienten essenziell.

Dass die Einführung von Eisenchelatoren die Prognose von transfusionspflichtigen MDS-Patienten verbessert hat, darauf würden eine Reihe von Studien hinweisen, sagte Professor Norbert Gattermann, Düsseldorf, bei einer von dem Unternehmen Novartis Oncology unterstützten Veranstaltung. So habe er mit seiner Arbeitsgruppe zeigen können, dass sich unter der Therapie mit Deferasirox bei einem Teil der MDS-Patienten die Hämatopoese verbessere. Und: Eine Matched-Pair-Analyse im Düsseldorfer MDS-Register habe ergeben, dass MDS-Patienten, die mit einem Eisenchelator behandelt wurden, signifikant länger leben. Diese Daten wurden unter anderem durch die Ergebnisse der Canadian MDSRegistry-Study im letzten Jahr bestätigt.

Eckpfeiler einer erfolgreichen Chelation stelle die langfristige Sicherung der Therapietreue dar, die mit der neuen Formulierung von Deferasirox (Exjade®) als Filmtablette verbessert werden könne, so Professor Wolf-Karsten Hofmann, Mannheim.

Zudem hätten pharmakokinetische Untersuchungen gezeigt, dass auch die Bioverfügbarkeit von Deferasirox als Filmtablette im Vergleich zur alten Formulierung um 30 Prozent höher sei. Damit, so Hofmann, reduziere sich die Initialdosis mit der neuen Formulierung. Mit der geringeren Einstiegsdosis seien auch die temporären Nebenwirkungen zu Beginn der Behandlung besser steuerbar, betonte Hofmann.

Seit Anfang Oktober dieses Jahres sind Exjade® Filmtabletten in Deutschland verfügbar. Nach einer Übergangsphase werde die Exjade® Suspensionstablette nach Auflage der EMA vom Markt genommen, um Verwechslungen bei der Dosierung zu vermeiden, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens Novartis. (db)

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