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Multiple Sklerose

Therapieoption mit weniger Injektionen

Wichtig in der MS-Therapie sind außer zuverlässiger Wirksamkeit und guter Verträglichkeit flexiblere Dosierungsregime mit längeren Abständen zwischen den einzelnen Injektionen.

Veröffentlicht:

FRANKFURT AM MAIN. Die Verlangsamung der Behinderungsprogression und der Erhalt der Lebensqualität sind neben der Reduktion der Schubrate die wichtigsten Ziele bei der Therapie der schubförmigen MS.

Gut belegt sind Wirkung und günstiges Sicherheitsprofil des Immunmodulators Glatirameracetat (GA).

Langzeitdaten belegen, dass auch nach 20 Jahren Therapie knapp zwei Drittel (63,3 Prozent) der Patienten noch einen EDSS (Expanded Disability Status Scale)-Wert < 4 haben; fast ein Viertel der Patienten blieb schubfrei.

Für Patienten, die es bevorzugen, GA nur noch dreimal wöchentlich zu injizieren, steht ab April 2015 eine neue Formulierung von GA (Copaxone® 40 mg) zur Verfügung.

Die neue Option verbinde das verlässliche Wirksamkeits-/Sicherheitsverhältnis von GA mit dem Vorteil von selteneren Injektionen, berichtete Professor Bernd C. Kieseier, Leitender Oberarzt an der Neurologischen Uniklinik in Düsseldorf, bei einer von TEVA unterstützten Veranstaltung.

In der zulassungsrelevanten Placebo-kontrollierten GALA1-Studie reduzierte GA 40 mg 3x / Woche die annualisierte Schubrate nach zwölf Monaten signifikant um 34 Prozent im Vergleich zu Placebo.

Mehr als drei Viertel der mit GA 40 mg behandelten Patienten blieben schubfrei (77,0 vs. 65,5 Prozent). Die kumulative Zahl neuer oder sich vergrößernder T2-Läsionen sank um 34,7 Prozent und die Zahl der Gd+-Läsionen ging um 44,8 Prozent zurück.

Zudem wurde bei der Konversion von aktiven Läsionen zu Black Holes eine ebenfalls signifikante Abnahme um 24 Prozent im Vergleich zu Placebo festgestellt (p=0,006).

Die Ergebnisse der GLACIER-Studie, einer direkten Vergleichsstudie der beiden Dosierungsschemata, zeigten, dass GA 40 mg 3x / Woche die Rate injektionsbedingter Nebenwirkungen wie Schmerzen oder Schwellung an der Injektionsstelle um 50 Prozent gegenüber der täglichen Gabe von 20 mg reduziert, was sich wiederum günstig auf die Lebensqualität auswirkte.

In beiden Studien traten unter GA 40 mg 3x / Woche keine neuen oder bisher unbekannten Nebenwirkungen auf. (aam)

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