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Training auf dem Laufband lässt Parkinson-Kranke stabiler gehen

KREISCHA (mut). Ein einfaches Laufbandtraining hilft Parkinson-Patienten, wieder besser zu gehen: Die Schrittgeschwindigkeit, die Schrittgröße und die Gehstrecke verbessern sich deutlich, so das Ergebnis einer Analyse von acht Studien.

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Training mit dem Laufband bessert die Motorik. ©Dimeo/fotolia.de

Training mit dem Laufband bessert die Motorik. ©Dimeo/fotolia.de

© Dimeo/fotolia.de

Parkinson-Kranke haben bekanntlich auch Probleme beim Gehen: Die Bewegung verläuft nicht mehr flüssig, die Schritte werden klein, und manchmal können die Betroffenen einen Schritt überhaupt nicht beginnen: Sie bleiben dann wie angewurzelt stehen (Freezing). Zusammen mit Gleichgewichtsstörungen erhöhen solche motorischen Probleme beim Gehen das Sturzrisiko: So kommt es bei über einem Viertel der Erkrankten innerhalb von zehn Jahren zu Hüftfrakturen.

Eine Möglichkeit, die Beinkoordination zu verbessern und die Ganghypokinese zu lindern, sind Geh- Übungen. Ein Team um Professor Jan Mehrholz von der Klinik Bavaria in Kreischa hat jetzt für die Cochrane Library (Cochrane Database 1/2010) acht Studien zum Laufbandtraining bei Parkinson analysiert. Alle Studien erfolgten randomisiert-kontrolliert, verglichen wurde jeweils eine Gruppe mit und eine Gruppe ohne Training. Insgesamt hatten an den Studien 203 Patienten mit leichter bis moderater Erkrankung teilgenommen. Das Laufbandtraining in den Studien dauerte meist ein bis zwei Monate, wobei drei- bis viermal wöchentlich geübt wurde.

In fünf der Studien wurde die Gehgeschwindigkeit geprüft. Sie nahm mit dem Training im Mittel um 15 cm/s zu. In ebenfalls fünf der Studien wurde die Schrittlänge bestimmt. Diese war mit dem Training im Schnitt um 6 cm größer als ohne Training. In zwei Studien wurde zudem die Gehstrecke geprüft. Sie war mit dem Training am Ende der Studien im Schnitt um 360 Meter länger als ohne Training. Alle diese Ergebnisse waren statistisch signifikant. Auf die Schrittfrequenz hatte das Training allerdings keinen Einfluss. Unerwünschte Effekte wurden nicht beobachtet, und die Zahl der Studienabbrüche war in den beiden Vergleichsgruppen im Schnitt etwa gleich groß.

Da die einzelnen Studien relativ klein waren, seien die Ergebnisse allerdings mit Vorsicht zu beurteilen, auch sei unklar, wie lange die günstigen Effekte des Trainings anhalten, so die Autoren.

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