Über 60-Jährige kaum krank durch Schweinegrippe

STOCKHOLM (hub). Von den in Mexiko durch das neue H1N1-Virus Erkrankten sind nur wenige über 60 Jahre alt. Das teilt das EU-Zentrum für Seuchenbekämpfung (ECDC) in Stockholm mit. Die höchste Erkrankungsrate gibt es mit 2,9 pro 100 000 bei den 10- bis 19-Jährigen.

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Über 60-Jährige sind nach den ECDC-Zahlen nur mit 0,6 pro 100 000 von Schweinegrippe - auch Neue Grippe oder Mexikanische Grippe genannt - betroffen. Bei den jüngeren Altersgruppen liegen die Erkrankungsraten zwischen knapp 2 und knapp 3 pro 100 000. Experten sehen als Grund für die geringe Rate bei den Älteren einen möglichen Kontakt zu Viren der Russischen Grippe Ende der 70er Jahre. Damals hatte es - durch ein Influenza-Virus vom H1N1-Subtyp - eine weltweite Grippe-Epidemie gegeben.

Mittlerweile sind auf der ganzen Welt weit über 6000 Erkrankungen durch das neue H1N1-Virus bestätigt worden. USA, Mexiko und Kanada bleiben die primär betroffenen Länder. Im Rest der Welt wurden die meisten Erkrankungen noch immer von Reisenden in ihre Heimatländer importiert. Autochthone Übertragungen des neuen H1N1-Virus bleiben zumindest bisher die Ausnahme.

In Vorbereitung auf eine mögliche Pandemie wurden in Deutschland und der EU weitere Maßnahmen ergriffen: So will der Bund für 90 Millionen Euro zusätzliche Grippearzneien kaufen und einlagern. Eine so genannte Bundesreserve soll einen Umfang von neun Millionen Einheiten haben. Die vorhandenen Bestände der Länder sollen so ergänzt und ein möglicher Mehrbedarf im Pandemiefall gedeckt werden.

Die EU-Arzneibehörde EMEA hat für einen Influenza-Pandemiefall empfohlen, die Indikation für die beiden Neuraminidasehemmer (Relenza

und Tamiflu®)zu erweitern. Auch Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern unter einem Jahr soll dann ebenfalls die Arzneien verordnet werden können. Auch die US-Behörde CDC hatte das kürzlich empfohlen (wir berichteten).

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Lesen Sie dazu auch: "Wir beginnen erst, die neue Situation zu verstehen" Schweinegrippe - weiter aufmerksam bleiben!

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