Schweinegrippe - weiter aufmerksam bleiben!

Veröffentlicht:

BERLIN (hub). Noch gibt es keinen Anlass zur Entwarnung bei der Schweinegrippe. Die Erkrankungszahlen steigen weiter. Der Erreger, ein H1N1-Virus, ist sehr wandlungsfähig, sonst wäre er auch nicht so gut von Mensch zu Mensch übertragbar. "Das macht uns schon Sorgen", sagt Professor Jörg Hacker, Präsident des Robert-Koch-Instituts (RKI).

Schweinegrippe - weiter aufmerksam bleiben!

© Foto: GSK / www.fotolia.de

Weltweit gibt es mittlerweile um 8000 bestätigte Erkrankungen durch das neue H1N1-Virus. Befürchtungen, dass es zu einer echten Pandemie kommt, haben sich bisher nicht erfüllt. "Es ist wichtig, weiter wachsam zu sein", warnt Hacker im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung".

"Wir haben das Geschehen weiter im Blick. Noch können wir keine Entwarnung geben." So wird das Surveillance-Programm in Deutschland auch über den Sommer hinweg weiter geführt. Dabei wird das RKI von Ärzten der Arbeitsgemeinschaft Influenza mit Informationen und gegebenenfalls mit Proben von Patienten versorgt. Hacker erinnert in diesem Zusammenhang an die seit kurzem bestehende Meldepflicht von Verdachtsfällen auf Schweinegrippe.

Der oberste Seuchenbekämpfer in Deutschland zieht eine positive Bilanz der bisher ergriffenen Maßnahmen gegen eine Pandemie. "National haben sich die Vorarbeiten bewährt. Das Zusammenwirken auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene war erfolgreich."

Sorgen bereiten Hacker die vielen Wissenslücken, die es noch immer zu dem neuen Virus gibt. So ist noch immer nicht klar, wo das Virus herkommt. Auch zu den Übertragungsraten und -bedingungen gebe es noch viel zu lernen. Dass bisher noch keine Resistenzen des Virus gegen Neuraminidasehemmer beobachtet wurden, verbucht Hacker auf die Habenseite.

Lesen Sie dazu auch: "Wir beginnen erst, die neue Situation zu verstehen" Über 60-Jährige kaum krank durch Schweinegrippe

Weitere aktuelle Berichte, Bilder und Links zum Thema Schweinegrippe (Mexikanische Grippe) finden Sie auf unserer Sonderseite

Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Mann im Krankenhaus beim Essen.

© fresnel6 / stock.adobe.com

Neue S3-Leitlinie

Ernährungs-Screening bei Menschen mit Krebs sollte Routine werden

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe