Ultraschall-Untersuchung schont die Leber

HAMBURG (ddp). Eine neue Möglichkeit der Untersuchung bei Lebererkrankungen soll sich jetzt auch am Uniklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) in der Praxis bewähren: Mit einem Fibroscan®-Gerät messen Ärzte die Steifheit der Leber mit einer speziellen Ultraschall-Methode, ohne das Organ punktieren zu müssen.

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Die neue Methode beruht darauf, dass sich niederfrequente Ultraschallwellen in gesundem, weichem Lebergewebe mit anderer Geschwindigkeit ausbreiten und reflektiert werden als in erkranktem, härterem Gewebe. Die Geschwindigkeit nimmt mit der Steifheit des Lebergewebes zu. Diese hängt vom Fibrosegrad ab. Die Schallwellen werden von außen durch einen Interkostalraum appliziert. Bei der Diagnose einer Leberzirrhose als Endstadium chronischer Lebererkrankungen habe die Methode mittlerweile einen gesicherten Stellenwert, teilt das Klinikum mit.

Nun wollen die Hamburger Ärzte herausfinden, ob mit dem Gerät auch frühere Stadien von Leberkrankheiten zuverlässig erkannt werden können und ob es künftig auch zur Kontrolle von Therapieerfolgen genutzt werden kann. Dazu starten jetzt wissenschaftliche Studien mit dem Fibroscan®-Gerät an dem Hamburger Klinikum.

Die nichtbelastende Untersuchung dauert zehn Minuten und ist beliebig oft wiederholbar (wir berichteten). Damit könnten ohne Leberbiopsie Kurz- und Langzeitprognosen von Lebererkrankungen vorhergesagt werden, so die Erfahrung von Professor Helmut K. Seitz aus Heidelberg.

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