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Schleswig-Holstein

Umstrittener Arzt zieht selbstentwickelten Impfstoff zurück

Winfried Stöcker hatte in der vergangenen Woche rund 50 Personen mit einer nicht zugelassenen Vakzine geimpft. Nun will er seine Aktivitäten einstellen.

Veröffentlicht:

Lübeck. Der Mediziner und Unternehmer Professor Winfried Stöcker hat angekündigt, seinen selbst entwickelten Impfstoff zurückzuziehen. Auf seiner Website begründet er den Rückzieher mit der Aussicht auf eine Impfpflicht. Er ruft nun dazu auf, sich mit einem der staatlich zugelassenen Impfstoffe gegen Corona impfen zu lassen.

Die Polizei hatten vor wenigen Tagen eine nicht genehmigte Impfaktion am Lübecker Flughafen, der Stöcker gehört, aufgelöst. Seitdem ermitteln die Behörden, weil in diesem Rahmen ein nicht zugelassener Impfstoff verimpft worden sein soll. Nähere Auskünfte erteilen Polizei und Staatsanwaltschaft zwar nicht. Stöcker will einen wirksamen Impfstoff gegen Corona entwickelt haben, den er angeblich an sich selbst und weiteren Personen getestet hat. Auch bei der Aktion am Flughafen soll dieser Impfstoff verabreicht worden sein.

Nun schreibt Stöcker auf seiner Homepage, es habe „keinen Sinn, einer noch nicht zugelassenen Wunderwaffe entgegenzusehen, egal weshalb sie noch nicht verfügbar ist.“ Stattdessen lautet seine Empfehlung: „Bitte lassen Sie sich mit den staatlich empfohlenen Präparaten impfen, sofern Sie tagesaktuell noch keinen Immunschutz aufweisen. Ich will niemanden dazu verleiten, die aktuell gebotene Schutzimpfung zu verschieben und werde aus diesen Gründen bis zum Ende dieses Notstandes in Deutschland meine Aktivitäten in dieser Richtung einstellen.“ (di)

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