KOMMENTAR

Unerfüllte Hoffnungen

Von Peter LeinerPeter Leiner Veröffentlicht:

In die Möglichkeiten, mit Stammzellen erfolgreich therapieren zu können, werden sowohl von Ärzten als auch von Patienten große Hoffnungen gesetzt. Zu Recht, denn dass solche Zellen sich therapeutisch nutzen lassen, belegen die Erfolge mit adulten hämatopoetischen Stammzellen etwa bei Patienten mit Leukämie. Noch mehr verspricht man sich vom Potenzial humaner embryonaler Stammzellen. Erfahrungen damit gibt es aber bislang nicht. Und das wird, trotz weltweiter intensiver Forschung, noch viele Jahre so bleiben.

So ist es verständlich, wenn Forscher in Deutschland darauf drängen, die Möglichkeiten, mit humanen embryonalen Stammzellen forschen zu können, zu erweitern. Damit wollen die Wissenschaftler verhindern, im Vergleich etwa mit Forschern in Großbritannien noch weiter ins Hintertreffen zu geraten.

Die Hoffnung unter manchen Stammzellforschern in Deutschland ist groß, dass das restriktive Stammzellgesetz von 2002 vielleicht sogar noch in diesem Jahr gelockert wird - und dadurch jüngere Zell-Linien für die Grundlagenforschung zur Verfügung stehen. Aber: Für eine solche Lockerung gibt es derzeit noch keine ausreichende Mehrheit im Parlament.

Vielleicht wird sich die Stimmung ändern, etwa wenn Resultate über eine in den USA geplante Studie mit humanen embryonalen Stammzellen zur Therapie bei Rückenmarkverletzungen bekannt werden. Bis dahin wird es aber noch einige Jahre dauern.

Lesen Sie dazu auch: Plädoyer für Lockerung des Stammzellgesetzes

Das könnte Sie auch interessieren
Management tumorassoziierter VTE

© Leo Pharma GmbH

CME-Fortbildung

Management tumorassoziierter VTE

Anzeige | Leo Pharma GmbH
CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

© Leo Pharma GmbH

Empfehlungen

CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

Anzeige | Leo Pharma GmbH
Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

© Bristol-Myers Squibb

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Die Ära der Immunonkologie: bessere Chancen für Krebspatienten

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

© Alpha Tauri 3D Graphics / shutterstock

Immunonkologie mit dem Schwerpunkt Biomarker

Prädiktion in der Immunonkologie mit Biomarkern

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

© Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA

CAR-T-Zelltherapie

OH-Ton – Trifft den Ton in der Onkologie & Hämatologie

Anzeige | Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Der neue und der alte Minister: Karl Lauterbach (li.) und Jens Spahn (Mitte) bei der Amtsübergabe im Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch.

© Thomas Ecke / BMG

Amtsübergabe

Gesundheitsminister Lauterbach skizziert erste Gesundheitspläne

Wie gut schützen die verfügbaren Impfstoffe vor der Omikron-Variante?

© alphaspirit / stock.adobe.com

Corona-Vakzine

Impfschutz: Gegen Omikron braucht es deutlich höhere Antikörperspiegel