Thrombose/Embolie

Urlaubstipps zur Cumarintherapie

BERLIN (eis). Die INR-Selbstmessung bei Cumarin-Prophylaxe ist auf Reisen besonders wichtig. Fremde Kost, Medikamente und Virusinfekte können die Blutgerinnung stark beeinflussen.

Veröffentlicht: 19.03.2008, 14:45 Uhr

"Viele Patienten glauben, in den Ferien könnten sie auch Urlaub von der Gerinnungskontrolle machen", hat Dr. Burkhard Riek aus Düsseldorf gesagt. "Raten Sie davon ab", betonte er beim 9. Forum Reisen und Gesundheit in Berlin. So ist die Cumarin-Therapie bei fremder Diät anzupassen. Virusinfekte wie Dengue-Fieber können die Blutungsneigung erhöhen. Auch Malaria-Prophylaxe mit Mefloquin oder eine Therapie mit Chinin kann die Gerinnung verändern. Patienten müssen zudem darauf hingewiesen werden, dass Teststreifen für die Messung bei 2° bis 32° C gelagert werden müssen und eine Messung nur bei Temperaturen von 18° bis 32° C valide ist. Bei großer Hitze könne zum Beispiel in einem Schlafsack gemessen werden, der die Wärme etwas abschirmt. Wichtig ist zudem, ein Arztbrief in der Verkehrssprache des Reiselandes mitzugeben.

Impfstoffe müssen bei Cumarin-Prophylaxe übrigens subkutan gespritzt werden. Das ist nicht immer möglich, zum Beispiel mit den neuen Konjugat-Impfstoffen gegen Meningokokken. Patienten müssen auch darauf hingewiesen, dass bei ihnen mit verstärkten Impfreaktionen zu rechnen ist.

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