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Netzwerk

Vereint dem Reizdarm auf der Spur

Unter Federführung des Universitätsklinikums Heidelberg wurde jetzt ein europaweites Netzwerk zur Erforschung des Reizdarmsyndroms gegründet.

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HEIDELBERG. Wissenschaftler aus 19 europäischen Ländern haben sich erstmals zu einem fachübergreifenden Netzwerk zusammengeschlossen, um die Ursachen des chronischen Reizdarmsyndroms zu erforschen sowie Diagnose- und Therapiemöglichkeiten zu verbessern.

Die European Science Foundation fördert den Verbund unter Federführung von Privatdozentin Dr. Beate Niesler vom Institut für Humangenetik am Universitätsklinikum Heidelberg in den nächsten vier Jahren mit 500.000 Euro, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums.

An dem Netzwerk GENIEUR (Genes in Irritable Bowel Syndrom Europe) beteiligen sich mehr als 70 Forschungsgruppen.

"Wir wollen nicht nur charakteristische Veränderungen im Erbgut der Betroffenen identifizieren, sondern auch eine Vielzahl möglicher Zusammenhänge prüfen - z.B. wie das Reizdarmsyndrom mit Lebensstil, Ernährung, Allergien, psychischen Erkrankungen, Schmerzsyndromen, vorangegangenen Infektionen oder Veränderungen in der Darmflora verbunden ist", wird Niesler in der Mitteilung zitiert.

Wichtig sei auch, einheitliche Diagnosekriterien und Untergruppen der Erkrankung zu definieren, damit Patienten schneller von einer passenden Therapie profitieren.

Um zum Beispiel molekulare Faktoren aufzuspüren, bauen die Teams nun die erste Biobank mit Stuhl- und Gewebeproben von Patienten und gesunden Kontrollpersonen auf und erfassen systematisch Patientendaten.

Damit wollen sie zuverlässige Biomarker identifizieren und einen Kriterienkatalog erarbeiten, um Patienten sehr genau einzelnen Untergruppen zuteilen zu können. (eb)

www.GENIEUR.eu

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