Aufzahlung

1169 Euro im Schnitt für Hörhilfe

Veröffentlicht:

BERLIN. 70 Prozent der GKV-Versicherten zahlen aus eigener Tasche für die Versorgung mit einer Hörhilfe auf.

Das geht aus einer Befragung des GKV-Spitzenverbands und mehrerer Kassen unter 3457 erwachsenen Versicherten hervor.

Im Schnitt betrug die Aufzahlung der Versicherten für beide Ohren 1169 Euro. 81 Prozent der Befragten sind mit der Versorgung zufrieden oder sehr zufrieden, und zwar unabhängig von den Mehrkosten.

Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbands, sagte, es gelte „genauer nach den Ursachen für Mehrkosten zu fragen“.

Es sei „inakzeptabel“, dass 22 Prozent der GKV-Versicherten kein mehrkostenfreies Gerät angeboten wurde. Für Kiefer ist die Konsequenz, dass „ein Teil der Versicherten eine gezieltere ergänzende Beratung durch die Kassen braucht.

Bei Versicherten, die mehr als einen Hörakustiker aufsuchten, lag der Mehrpreis um 229 Euro unter dem Durchschnitt. Doch weniger als jeder fünfte Versicherte (17 Prozent) holt ein zweites Angebot ein.

Der Festbetrag für die Versorgung eines schwerhörigen Versicherten ist zuletzt im Juli 2013 auf rund 733 Euro angehoben worden.

 Nach Angaben des GKV-Spitzenverbands wurde vor sechs Jahren in die Verträge der Kassen mit Hörakustikern auch die Vorgabe aufgenommen, dass den Versicherten mindestens ein mehrkostenfreies Gerät angeboten werden muss. (fst)

Mehr zum Thema

Tipps zur Honorierung

GOÄ-Abrechnung mit Strategie

DGP-Positionspapier

Pneumologen warnen: Schwere Lungenschäden durch Cannabis möglich

Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentare lesen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Handschlag mit sich selbst: Im MVZ können sich die Gesellschafter-Geschäftsführer selbst anstellen, so das BSG.

© Lagunov / stock.adobe.com

Bundessozialgericht

Selbsteinstellung im MVZ? Unter bestimmten Voraussetzungen möglich

Die meisten Behandlungsfehler passieren im stationären Bereich. Das lässt eine nicht repräsentative Analyse des Medizinischer Dienst Bundes vermuten. 

© Blue Planet Studio / stock.adobe.com

Behandlungsfehler-Statistik

MD-Bund: „Never Events“ endlich verpflichtend melden!

COVID-19 auf der Intensivstation: Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie im März 2020 wurden laut DIVI insgesamt 195.698 intensivmedizinische COVID-Behandlungen abgeschlossen.

© Sebastian Gollnow/dpa

Steigende Corona-Inzidenz

So ist die COVID-19-Lage auf deutschen Intensivstationen