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Prävention

Viel Bewegung hält das Gehirn im Alter fit

Ein normaler Blutdruck, viel körperliche und geistige Bewegung - das schützt am besten vor Demenz.

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Sport und soziale Kontakte beugen offenbar einer Demenz vor.

Sport und soziale Kontakte beugen offenbar einer Demenz vor.

© Foto: Monkey Businesswww.fotolia.de

Wer sich um seine geistige Fitness im Alter sorgt, sollte zunächst einmal auf seinen Blutdruck achten. Denn eine Hypertonie ist der wichtigste beeinflussbare Risikofaktor für eine Demenz. Nach Angaben von Professor Karl M. Einhäupl von der Charité in Berlin gibt es einzig für die Blutdrucksenkung klare Hinweise aus Placebo-kontrollierten Studien.

In der Syst-Eur-Studie mit etwa 2500 Hypertonikern war nach zwei Jahren antihypertensiver Therapie die Demenzrate nur halb so hoch wie mit Placebo. Und aus Kohortenstudien weiß man, dass sich bei Männern ab einem systolischen Blutdruck von 140 mmHg das Demenzrisiko verdoppelt, bei noch höheren Werten sogar vervierfacht.

Zwar noch keine klaren Belege, aber zumindest deutliche Hinweise gibt es für Sport und Bewegung als Schutzfaktoren. In einer Analyse der Hirnliga hatten 16 von 18 Studien ergeben, dass körperliche Bewegung Menschen vor Demenz schützt, und zwar sowohl Sport, Gartenarbeit als auch Handarbeiten. Je nach Studie und Intensität war die Demenzrate bei den körperlich Aktiven um 45 bis 60 Prozent reduziert.

Möglicherweise profitieren jedoch auch Menschen, die bereits eine Demenz haben, noch von körperlicher Aktivität: In einer Studie an der Uni Bonn ließ sich durch ein spezielles Krafttraining der MMST-Wert bei Patienten mit mittelschwerer Demenz ein Jahr lang stabilisieren - bei einem Schnitt von etwa 16 Punkten.

Geistige Aktivität ist wohl ebenfalls wichtig für den Erhalt der Kognition. In einer Analyse der Hirnliga war die Demenzrate bei Menschen, die zeitlebens geistig aktiv waren, in 15 von 17 Studien reduziert, und zwar etwa um die Hälfte. (mut)

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