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Viel West-Nil-Fieber in Europa

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SOLNA. Im Jahr 2018 wurden in Europa deutlich mehr Fälle von West-Nil-Fieber beim Menschen gemeldet als in den Jahren zuvor. Bis zum Stichtag 6. Dezember 2018 sei in der EU / EEA-Region von insgesamt 1503 Fälle berichtet worden, in an die EU angrenzende Länder von insgesamt 580 Fällen, meldet die europäische Seuchenbehörde ECDC. Die Gesamtzahl von 2083 Fällen im Jahr 2018 liege damit höher als die Fallzahl der vergangenen sieben Jahre zusammengenommen (n = 1832).

Im Vergleich zum Jahr 2017 habe es einen Anstieg um das 7,2-Fache gegeben. Besonders betroffen waren Bulgarien, wo die Fallzahl um das 15-Fache anstieg, gefolgt von Frankreich (Steigerung um das 13,5-Fache) und Italien (Steigerung um das 10,9-Fache, so das ECDC.

Auch in Deutschland gab es im Jahr 2018 einen Fall von West-Nil-Fieber beim Menschen: Das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München berichtete im Oktober von einem 31-jährigen Tierarzt, der sich bei der Untersuchung eines infizierten Vogels angesteckt hatte.

Fälle von West-Nil-Fieber wurden 2018 in Europa auch bei Vögeln gemeldet sowie mehrere Ausbrüche bei Pferden: Das Animal Disease Notification System habe insgesamt 285 Ausbrüche unter Pferden registriert – 149 in Italien, 91 in Ungarn, 15 in Griechenland, 13 in Frankreich, 9 in Spanien, jeweils 2 in Österreich, Rumänien und Deutschland, sowie je einen Ausbruch in Slowenien und Portugal, berichtet die Seuchenbehörde. (bae)

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