Kommentar zur KiGGS-Studie

Vieles richtig gemacht

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Es sind nicht immer die schlechten Nachrichten, die Schlagzeilen machen. Ein Beispiel sind die gerade vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Analysen zur zweiten KiGGS-Welle: Zum einen zeigt sich, wie wichtig groß angelegte epidemiologische Studien wie KiGGS sind. Gerade im Vergleich mit der ersten Welle lässt sich ableiten, wo gesundheitspolitisch hoher Handlungsbedarf herrscht.

Zum anderen deutet die zweite KiGGS-Welle an, dass in den vergangenen Jahren bei der Kindergesundheit einiges in die richtige Richtung gelaufen sein muss.

Die Zunahme bei Zivilisationskrankheiten scheint zumindest gestoppt, auch wenn gerade bei allergischen Erkrankungen das Niveau der Anzahl betroffener Kinder hoch bleibt, wie die aktuelle Analyse zeigt. Hier ist weiterhin die Forschung gefragt, die Desensibilisierung im Kindes- und Jugendalter weiter voranzutreiben.

Bei psychischen Auffälligkeiten hat es sogar einen deutlichen Rückgang der Prävalenz gegeben – auch bei ADHS. Die Maßnahmen der Gesundheitsförderung, die unter anderem aufgrund der ersten KiGGS-Erhebung ergriffen worden sind, scheinen also zumindest teilweise zu greifen. Kein Grund, sich zurückzulehnen. Aber immerhin Ergebnisse, auf die sich aufbauen lässt.

Lesen Sie dazu auch: Studie KiGGS: Allergien machen Kindern zu schaffen

Mehr zum Thema

Almirall

Neue Option bei atopischer Dermatitis

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Finanzierung der Telematikinfrastruktur

Streit um TI-Pauschale: KBV zieht Eilantrag zurück

Lesetipps
Mehrkosten für die Entbudgetierung der hausärztlichen Versorgung seien Investition in den Erhalt der Praxen, betont Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. 

© Michael Kappeler / dpa

Kabinett winkt GVSG durch

Lauterbach macht Hausarztpraxen Mut: „Jede Leistung wird bezahlt“

Brücke zwischen zwei Steilklippen. Auf der Brücke stehen zwei Menschen.

© Usman / stock.adobe.com

Aktuelle Forschung

Antikörper – die Verkuppler der Krebsmedizin

Heiße Nächte können nicht nur nervig sein. Sie gehen auch mit einem höheren Risiko für Schlaganfälle einher, so das Ergebnis einer Studie aus München und Augsburg.

© samuel / stock.adobe.com

Studie mit Daten zu 11.000 Schlaganfällen

Tropische Nächte sind offenbar ein Risikofaktor für Schlaganfälle