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Vitamin D ist kein Wundermittel

Vitamin D steht derzeit hoch im Kurs - das schützt aber nicht vor ernüchternden Studien­ergebnissen: Durch die Einnahme von Vitamin D lässt sich ein Herzinfarkt offenbar nicht verhindern.

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Die zusätzliche Einnahme von Vitamin A, C und E bringt nichts, wenn es darum geht, einem Herzinfarkt vorzubeugen. Das gilt offenbar auch für Vitamin D.

Die zusätzliche Einnahme von Vitamin A, C und E bringt nichts, wenn es darum geht, einem Herzinfarkt vorzubeugen. Das gilt offenbar auch für Vitamin D.

© Photos.com plus

ABERDEEN (ob). In Studien zur Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen durch Vitamin-Supplementierung haben die Vitamine A, C und E oder Folsäure bislang allesamt enttäuscht.

Im Rennen ist dagegen noch Vitamin D, auf das sich inzwischen das Interesse auch vieler Herzforscher konzentriert.

Stimuliert wird dieses Interesse durch Ergebnisse epidemiologischer Studien, die für eine Assoziation von Vitamin-D-Mangel mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sprechen.

Die Frage der Kausalität ist allerdings noch ebenso ungeklärt wie die nach der präventiven Wirkung einer Vitamin-D-Supplementierung.

Studie mit 5300 Teilnehmern

Definitive Antworten darauf kann auch eine aktuell publizierte Studie nicht geben - ebenso wenig wie Grund zum Optimismus (J Clin Endocrinol Metab 2011, online).

Ein Forscherteam um Dr. Alison Avenell aus Aberdeen hat in dieser Studie knapp 5300 Personen im Alter über 70 Jahre zwei bis fünf Jahre lang mit Vitamin D3 (800 IU/Tag), Kalzium (1000 mg/Tag) allein oder in Kombination sowie mit Placebo behandelt.

Die Mehrzahl der Studienteilnehmer (85 Prozent) waren Frauen. An die Interventionsphase schloss sich eine Nachbeobachtung über weitere drei Jahre an.

Keinen signifikanten Unterschied

Eine präventive Wirkung der Supplementierung war zumindest in dieser Zeit nicht zu beobachten. Weder bei der Gesamtmortalität noch bei der kardiovaskulär bedingten Mortalität gab es einen signifikanten Unterschied zugunsten der Vitamin-D-Behandlung.

Auch die Raten tödlicher Krebserkrankungen waren nicht signifikant unterschiedlich. Die Kalzium-Supplementierung schnitt nicht besser ab: Auch dafür ergaben sich bei der Analyse der genannten Endpunkte keine relevanten Vorteile.

Zumindest einen Hoffnungsschimmer erzeugen die Ergebnisse einer Post-hoc-Analyse, bei der die Compliance der Patienten als Faktor Berücksichtigung fand: Hier zeigte sich ein - allerdings nach wie vor nicht signifikanter - Trend zur Senkung der Mortalität durch Vitamin-D-Gabe.

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