Vorsicht vor Hörschäden durch MP3-Player und Co.

MÜNCHEN (eis). Bei großer Lautstärke bergen MP3-Player und andere tragbare Musikabspielgeräte ein erhebliches Risiko für Hörschäden.

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Hörschäden durch Musikabspielgeräte? OHRKAN-Studie bei Neuntklässlern soll nun darüber aufklären.

Hörschäden durch Musikabspielgeräte? OHRKAN-Studie bei Neuntklässlern soll nun darüber aufklären.

© bernd.walter / fotolia.com

Ob mit zunehmender Nutzung die Prävalenz der Schäden in Deutschland zunimmt, ist nicht bekannt. Umweltmediziner wollen dem jetzt mit einer Studie auf den Grund gehen. Die Forscher halten aber jetzt schon Präventionsmaßnahmen von Hörschäden für wichtig.

Bereits in den 1990er Jahren war bei Rekruten eine hohe Prävalenz von Hörschäden beobachtet worden, berichten Forscher um Dr. Dorothee Twardella vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in München (Bundgesundheitsblatt 2011; 8: 965). Die Schäden wurden damals auf Lärmbelastung in der Freizeit zurückgeführt.

Rate stieg mit dem Lebensalter

Zwischen 1988 und 2009 wurde in sechs Studien in Deutschland bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Prävalenz von allgemeinem Hörverlust bestimmt (Definition: Töne einer Frequenz zwischen 0,5 und 8 kHz werden nicht mehr gut gehört).

Ein solcher Verlust wurde bei 7,4 bis 23 Prozent der Studienteilnehmer registriert, wobei die Rate mit dem Lebensalter anstieg.

OHRKAN-Studie mit etwa 2240 Jugendlichen

Die Forscher vom Landesamt in München und vom Uniklinikum Regensburg untersuchen nun in der OHRKAN-Studie bei etwa 2240 Jugendlichen von neunten Klassen in Regensburg das Gehör (Tympanometrie, Audiometrie, otoakustische Messungen).

In Folgeuntersuchungen sollen Veränderungen der Lärmbelastung und der Hörfähigkeit festgestellt werden. Die letzten Studienteilnehmer sollen noch in diesem Sommer rekrutiert werden.

www.lgl.bayern.de , Stichwort "OHRKAN" in die Suchmaske eingeben.

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