Direkt zum Inhaltsbereich

Vorsicht vor "Red Tide" in den USA!

WASHINGTON (dpa/eb). Eine Algen-Invasion bedroht die Muschelgründe vor der US-amerikanischen Nordostküste. So schlimm seien die Küstengewässer seit mehr als 30 Jahren nicht mehr mit der giftigen Alge Alexandrium verseucht worden, berichtete der Chefbiologe des Bundesstaates Massachusetts, Michael Hickey, nach Zeitungsberichten von Samstag.

Veröffentlicht:

Die mikroskopischen roten Zellen, in den USA  "Red Tide" - "rote Flut" genannt, infizieren Jacobs-, Miesmuscheln und Austern. Wer davon esse, könne Lähmungen und lebensgefährliche Atemprobleme bekommen, warnten Biologen. Die von den Algen gebildeten Gifte können etwa über Fische und Schalentiere in die menschliche Nahrungskette gelangen.

Bei oraler Aufnahme können sie gastrointestinale und neurologische Symptome auslösen und durch Versprühen algenhaltiger Gischt in Ufernähe zu Schleimhautreizungen der Augen und oberen Luftwege führen, erklärt der Reise-Gesundheitsdienst TravelMED in Düsseldorf.

Gesundheitliche Schäden können eintreten, bevor eine Verfärbung des Wassers sichtbar wird. Reisende sollten örtliche Warnhinweise beachten und notfalls auf Verzehr von Fischen und Schalentieren verzichten. Bislang seien allerdings noch keine Symptome bei Menschen bekannt geworden.

Derzeit gibt es Warnhinweise für mehrere Regionen: Algenkolonien in einer Länge von zehn Meilen bewegen sich in Maryland auf dem Potomac flußabwärts auf die Chesapeake Bay zu. Eine starke Vermehrung von Rotalgen wird von der Küste Massachusetts zwischen der Cape Cod Bay und der Grenze zu New Hampshire gemeldet. Eine weitere "Red Tide" hat sich an der Westküste Floridas zwischen der Tampa- und der Sarasota-Bay gebildet.

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neuklassifikation

Unkomplizierte und komplizierte Harnwegsinfektion? Das war einmal!

Lesetipps
Jemand richtet eine Lupe auf die Abbildung eines menschlichen Herzes.

© valiantsin suprunovich / Getty Images

Erkrankung des Herzmuskels

Magnetokardiographie zur Kardiomyopathie-Diagnostik?

Aufnahme der Stirn des Mannes mit atypischen Stirnfalten.

© Uwe Wollina

Kasuistik

Atypische Stirnfalten: Wo kommen sie her?