WHO fordert besseren Schutz vor Epidemien

SINGAPUR/NEW YORK (dpa). Krankheiten und Epidemien bedrohen mehr Menschen gleichzeitig als je zuvor, warnt die WHO.

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Das Risiko durch lebensbedrohende und länderübergreifende Ausbrüche könne nur durch engere Zusammenarbeit aller Länder im Griff behalten werden, sagte die Direktorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Vereinten Nationen, Margaret Chan, am Montag in Singapur. UN- Generalsekretär Ban Ki Moon betonte in New York: "Die Bedrohung der öffentlichen Gesundheit kennt keine Grenzen."

Chan forderte die reichen Länder auf, in ihrem eigenen Interesse mehr in Infrastruktur im Gesundheitsbereich und Ausbildung von medizinischem Personal in Entwicklungsländern zu investieren. Der beste Schutz vor dem Ausbruch von Epidemien liege in der schnellen Lokalisierung und Bekämpfung vor Ort. "Die nächste Epidemie kommt bestimmt", warnte die WHO-Chefin im Vorfeld des Weltgesundheitstages am 7. April. "Niemand weiß wann, niemand weiß, wie schlimm es wird. Aber wer sich heute vorbereitet, wird weniger Schaden davontragen."

Dank der verbesserten internationalen Gesundheitsbestimmungen, die im Juni in Kraft treten, könne die WHO künftig auch ohne offizielle Einwilligung von Regierungen Krankheitsausbrüche prüfen, so Chan.

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