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WHO verlangt mehr Engagement gegen Masern

NEU-ISENBURG (eis). Die WHO fordert von Deutschland und anderen europäischen Ländern mehr Engagement gegen Masern und Röteln. Bis 2010 hatte das WHO-Regionalkomitee in der Region die Elimination der Krankheiten angestrebt. Nach dem aktuellen Fehlschlag soll das jetzt bis 2015 gelingen.

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Masern bei Kindern sind alles andere als harmlos. Immer wieder sind auch Klinikaufenthalte nötig.

Masern bei Kindern sind alles andere als harmlos. Immer wieder sind auch Klinikaufenthalte nötig.

© Prof. Dr. Dr. F.C. Sitzmann / DGK

Die WHO mahnt Impfraten von 95 Prozent für die erste und zweite Masern- und Röteln-Impfung an. Für Bevölkerungsgruppen mit Impflücken sollte es zudem Nachholkampagnen geben.

Dass sich das lohnt, belegt das Beispiel Nord- und Südamerika. Seit acht Jahren sind dort keine einheimischen Masern mehr aufgetreten.

Wegen Impfdefiziten sind Deutschland und seine Nachbarn aber noch weit entfernt davon. So wurden allein im zweiten Quartal 2010 europaweit 12.351 Masernfälle und sechs Todesfälle in 32 Ländern registriert, berichtet www.impfbrief.de, die meisten davon in Bulgarien (84 Prozent) und Frankreich (6 Prozent).

In Deutschland mussten dabei 32 Prozent der Patienten in Kliniken behandelt werden, drei davon mit Enzephalitis. Insgesamt registrierten die Behörden 2010 bundesweit 778 Masernkranke, die meisten davon in Bayern (216), NRW (185), Baden-Württemberg (151) und Berlin (92).

Nach STIKO-Empfehlungen sollten Kinder bis zum zweiten Geburtstag zweimal gegen Masern und Röteln geimpft sein. Defizite gibt es vor allem bei der zweiten Impfung.

Fehlende Impfungen lassen sich jederzeit nachholen. Erwachsenen mit Geburtsjahr nach 1970 wird einmalig zum Impfschutz geraten, und zwar möglichst mit MMR-Impfstoff.

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