Pigmentierung

Wann besteht Verdacht auf Nagel-Melanom?

MÜNCHEN (fk). Traumata, Medikamente wie Zidovudin oder Zytostatika, Endokrinopathien, Onychomykosen oder Veränderungen während einer Schwangerschaft können zu Verfärbungen der Nägel führen. Doch bei einigen Hinweisen sollte man wegen der Melanomgefahr aufmerksam werden.

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Darauf hat Professor Carola Berking von der LMU München bei der Fortbildungswoche für praktische Dermatologie und Venerologie hingewiesen.

Fehlen Hinweise auf Trauma oder verdächtige Arzneien und besteht die Verfärbung schon länger und verändert sie sich über die Zeit, ist besonders bei Melanom in der Vorgeschichte an ein erneutes Melanom zu denken.

Besonders oft betroffen ist der Daumen - meist der dominanten Hand - oder der Großzeh. Weitere Indizien: die Beteiligung der Matrix und ein eher höheres Alter der Patienten. Die Nagelplatte weist oft Fissuren auf, ist verdünnt, es treten Ulzeration auf, der Nagel ist oft destruiert.

Jedes dritte Melanom es Nagelbetts ist amelanotisch

Aufmerksam machen sollten besonders über 3 bis 5 mm breite Pigmentierungen, solche die nach distal schmaler werden, inhomogene und unscharf begrenzte Streifen sowie das Auftreten von Hutchinsonzeichen, wobei auch der distale Hautbereich unter dem Nagel betroffen sein kann.

Eine Melanonychia striata ist nach Angaben von Berking in 76 Prozent der Fälle vorhanden. In der Dermatoskopie mit Ultraschallgel zeigen sich braune und braun-schwarze Strukturen, eine inhomogene Verfärbung mit unregelmäßigen Linien und Punkten und atypische Gefäße.

Eins sollte man nicht vergessen, betonte Berking: 35 Prozent der Melanome des Nagelbetts sind amelanotisch.

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