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Brasilien

Weitere Schädelmissbildungen nach Zika-Infektion bestätigt

Die bestätigten Fälle von Schädelfehlbildungen bei Babys, deren Mütter sich während der Schwangerschaft mit dem Zika-Virus infizierten, haben sich in Brasilien binnen zwei Wochen verdoppelt.

Veröffentlicht:

Rio de Janeiro. In 82 von 641 bestätigten Mikrozephalie-Fällen sei bei den Müttern eine Zika-Ansteckung nachgewiesen worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Vor zwei Wochen waren es noch 41 gewesen.

Die Behörden vermuten jedoch, dass der Mehrzahl der Mikrozephalie-Geburten eine Zika-Erkrankung der Mutter vorausging. Weitere 4222 Verdachtsfälle von Schädelfehlbildungen werden untersucht.

Es besteht der Verdacht, dass das Zika-Virus Schädelfehlbildungen und damit geistige Behinderungen bei Babys auslösen kann. Endgültig bewiesen ist das aber nicht.

Das Virus wird primär von Moskitos übertragen. Einen Verdacht auf Mikrozephalie gibt es, wenn das Baby mit einem Kopfumfang von 32 Zentimetern oder weniger zur Welt kommt.

Zika ist bisher in etwa 40 Ländern nachgewiesen worden, Brasilien ist am stärksten betroffen. (dpa)

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Kommentare
Dr. Karlheinz Bayer 02.03.201617:35 Uhr

Ich bitte um statistische sorgfältigess Denken! 82 von 4222 Fällen sind kein wirklicher Beweis ...


Bislang fehlen exakte Zahlen über die Zika-Erkranungsfälle in Brasilien, aber es liegen Schätzwerte vor. Laut Graphik in https://de.wikipedia.org/wiki/Zika-Virus
gab es in Brasilien bis Februar 2016 1 Million bestätigter Zika-Fälle odwr mehr. Bei rund 200 Millionen Einwohnern bedeutet das ein halbes Prozent pro Bevölkerung oder eher noch mehr.

82 Fälle von Zika bei den 4222 Fällen von Mikroenzephalie sind 1,9 %. Wenn man alle Unsicherheiten der Datenerfassung betrachtet, liegen die Zika-Fälle in der Gesamtbevölkerung und die Zika-Fälle bei den Mikroenzephalien damit sehr eng beieinander.

Man hat sich auf sdem Boden dieser dürftigen Beweislage auf das Zika-Virus als Ursache eingeschossen. Lateinamerikanische Ärzte weisen aber seit Be8inn der Mikroenzephaliefälle hin auf den Zusammenhang mit dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Der Provinzgouverneur von Rio Grande del Sur - wo immer das in Brasilien liegt - soll den Einsatz von Herbiziden verboten haben.

Nichts davon erscheint in der deutschen Berichterstattung. Stattdessen jetzt wieder diese nichtssagende Verhältnis-Zahl von 82:4222.

Wo bleibt die journalistische Unabhängigkeit!


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