Bürojobs

Wer im Stehen arbeitet, ist leistungsfähiger

Höhenverstellbare Schreibtische können nicht nur für Arbeitnehmer positive Auswirkungen haben – sondern auch für Arbeitgeber.

Veröffentlicht:

LEICESTER. Das Arbeiten an höhenverstellbaren Schreibtischen erhöht einer Studie zufolge die Motivation und Leistung von Arbeitnehmern. Forscher um Professor Charlotte L. Edwardson von der University of Leicester stellten zudem fest, dass eine solche Maßnahme die Lebensqualität bessern und Angstgefühle mindern kann (BMJ 2018; 363:k3870).

Für ihre Studie rekrutierten Edwardson und ihre Kollegen 146 Teilnehmer aus 37 Büros, die beim britischen Gesundheitsdienst NHS arbeiteten. Die Arbeitnehmer waren zwischen 18 und 70 Jahre alt, verbrachten wenigstens 75 Prozent ihrer Arbeitszeit im Sitzen und arbeiteten mindestens drei Tage in der Woche an demselben Arbeitsplatz.

77 der insgesamt 146 Teilnehmer erhielten einen höhenverstellbaren Schreibtisch und zudem ein kurzes Seminar mit Anleitungen zum richtigen Sitzen und Stehen am Arbeitsplatz und Feedback zu ihrer Sitzposition und körperlicher Aktivität. 69 Teilnehmer wurden der Kontrollgruppe zugeordnet und erhielten keinerlei Interventionsmaßnahmen.

Zu Beginn der Studie verbrachten die Arbeitnehmer im Schnitt 9,71 Stunden des Tages im Sitzen. Dies reduzierte sich in der Interventionsgruppe nach zwölf Monaten um 82 Minuten. Auch berichteten die Studienteilnehmer über Verbesserungen von muskuloskelettalen Problemen. In einem Fragebogen gaben Personen, die der Interventionsgruppe zugeordnet waren, zudem eine bessere Lebensqualität und weniger Ängste an.

"Das Arbeiten im Stehen scheint einen positiven Einfluss auf viele Faktoren zu haben, die mit der Arbeitsleistung assoziiert sind", so das Resümee der Wissenschaftler. Längerfristig gesehen könnte sich durch eine solche Maßnahme auch die Zahl der Krankheitstage verringern lassen, auch wenn sie diesen Effekt in ihrer nur 12 Monate dauernden Studie nicht festgestellt hätten. (bae)

Mehr zum Thema

Ein Blick in den Versorgungsvertrag der AOK Sachsen-Anhalt

Rückenschmerzen: „Eine frühzeitige Intervention ist sehr wichtig“

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband

Versorgungsprogramm von AOK und Klinikum Magdeburg

Ganzheitlich gegen den Rückenschmerz

Kooperation | In Kooperation mit: AOK-Bundesverband
Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

α-Synuclein-Abbau fördern

Parkinson: Wieso guter Schlaf besonders präventiv wirkt

DGIM-Kongress

Gynäkologin: HPV-Impfung auch nach Konisation noch sinnvoll

Lesetipps
ein medizinisches Kreuz zwischen zwei Händen

© Vital Stock / Generated with AI / Stock.adobe.com (KI-generiert)

Tipps zur Übergabe

Verkauf geplant? So steigern Sie den Wert Ihrer Praxis