Wer seine Patienten impfen will, sollte sie direkt ansprechen

BERLIN (eis). Ob ein Patient sich impfen läßt, hängt nach einer Umfrage des Robert-Koch-Instituts (RKI) ganz entscheidend davon ab, ob ihn sein Arzt direkt darauf anspricht. Ärzte sollten daher bei Konsultationen noch öfter als bisher Impfungen anbieten, empfiehlt das RKI.

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In der Telefonumfrage gegen Ende der Grippe-Impfsaison 2003 hatten 666 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Erwachsene (je etwa zur Hälfte aus den alten und den neuen Bundesländern) Auskunft zum Grippe-Impfstatus und über mögliche Einflußfaktoren für oder gegen eine Impfung gegeben (Epid Bull 14, 2004, 113).

419 der Befragten gehörten zu den Zielgruppen für die Impfung (Alter ab 60 Jahre, chronische Erkrankung, berufliches Risiko). Von diesen Zielgruppen waren in den alten Bundesländern 28 Prozent und in den neuen Bundesländern 45 Prozent aktuell gegen Grippe geimpft worden.

Die Entscheidung für eine Impfung wurde bei den Befragten begünstigt durch positive Einstellung zu Impfungen, Influenza-Impfungen in früheren Jahren oder auch Informationen aus Presse und Internet.

Ganz entscheidend war aber die direkte Empfehlung eines Arztes zur Impfung. Zwar boten Ärzte in den alten Bundesländern nur etwa einem Drittel der Befragten bei einer Konsultation in der Impfsaison den Schutz an (in den neuen Bundesländern zwei Dritteln). Ein Rat zur Impfung wurde jedoch meist angenommen. So waren etwa in den alten Bundesländern 26 Mal mehr Befragte nach ärztlicher Ansprache geimpft worden als Befragte ohne ein Impf-Angebot.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Fleißige Ärzte, gute Impfraten

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