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Osteomyelitis

Wie Staphylococcus aureus im Knochen überlebt

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BRAUNSCHWEIG. Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig haben die Überlebensstrategie von Staphylococcus aureus als Osteomyelitis-Erreger entschlüsselt (mBio 2014; 5(6): e01775-14).

Während der chronischen Infektionsphase "fährt der Keim seinen Stoffwechsel runter, da anders als während der akuten Phase nicht genügend Nahrung vorhanden ist. Er schläft sozusagen ein und überlebt nur noch, anstatt sich zu vermehren", wird Prof. Eva Medina zitiert, Leiterin der Arbeitsgruppe Infektionsimmunologie am HZI.

"Dadurch übersteht er den im Knochen herrschenden Nahrungsmangel und überlebt langfristig unter diesen Bedingungen."

Außerdem produziert der Keim während der Knocheninfektion vermehrt Proteasen. Dies deute darauf hin, dass S. aureus seine Nahrung direkt aus dem Knochen gewinnt.

"Er frisst den Knochen sozusagen von innen auf", sagt Medina. Und: Der Keim produziert nach der Infektion verstärkt Toxine, die neutrophile Granulozyten abtöten, so das HZI. S. aureus versteckt sich also nicht vor dem menschlichen Immunsystem, sondern bekämpft dessen Abwehrmechanismen aktiv."

Jetzt wo wir die Überlebensmechanismen des Erregers im Knochen kennen, können wir gezielt Strategien entwickeln, wie wir die Mechanismen unterbrechen oder unterbinden", sagt Medina.

"Langfristig ist das ein sehr wichtiger Schritt, um Knochenmarksentzündungen künftig besser bekämpfen zu können". (eb)

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