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Wird Grippe-Impfstoff in die Haut gespritzt, reicht die halbe Dosis

NEU-ISENBURG (eis). Für den Grippeschutz reicht bei ähnlich guter Wirksamkeit nur die Hälfte oder weniger Impfstoff aus, wenn dieser intradermal statt intramuskulär gespritzt wird. Das haben jetzt zwei Studien in den USA ergeben.

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In der ersten Studie waren 100 Probanden im Alter zwischen 18 und 40 Jahre entweder intramuskulär mit der vollen Dosis eines gängigen Grippe-Impfstoffs oder intradermal mit einem Fünftel der Dosis geimpft worden. Gemessen an den Antikörper-Titern 21 Tage nach der Impfung waren die Schutzraten gegen die drei in der Vakzine enthaltenen Impfstämme in beiden Gruppen ähnlich gut.

An der zweiten Studie nahmen 130 Probanden im Alter von 18 bis 60 Jahre und 108 Probanden über 60 Jahre teil. Je die Hälfte von ihnen wurde entweder mit einer vollen Impfstoff-Dosis intramuskulär oder mit einer halben Impfstoff-Dosis intradermal geimpft.

Bei den jüngeren Probanden wurden mit beiden Strategien ähnlich gute Schutzraten erzielt. Bei den Älteren war die intramuskuläre Impfung lediglich bei einem der drei Impfstämme in geringem Maße überlegen. Beide Studien und ein Kommentar dazu sind jetzt vorab auf der Website des "New England Journal of Medicine"(http://content.nejm.org/) erschienen.

In dem Kommentar unterstreichen Dres. John R. La Montagne und Anthony S. Fauci von den US-National Institutes of Health in Bethesda die große Bedeutung der Studiendaten. Sowohl bei Versorgungsengpässen als auch bei einer Pandemie könnten Vakzinen-Vorräte für mehr Menschen reichen. Bei älteren Menschen ließen sich durch intradermale Impfung die Schutzraten verbessern.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Vielversprechende Impfung in die Haut

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