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KOMMENTAR

Xenotransplantation einen Schritt näher

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Transplantationsmediziner setzen große Hoffnung in die Xenotransplantation, also die Verpflanzung von Organen, Geweben oder Zellen, die nicht von anderen Menschen, sondern von Tieren stammen. Das große Interesse daran besteht schon seit mehr als hundert Jahren.

Am ehesten sollte es mit der Transplantation von Inselzellen zur Therapie bei Diabetes mellitus funktionieren, so vermuten schon seit Langem die Transplantationsforscher aufgrund ihrer tierexperimentellen Daten. Mit dieser Vermutung liegen sie offenbar richtig. Denn inzwischen ist es gelungen, Beta-Zellen über viele Jahre im Körper eines Patienten am Leben und funktionstüchtig zu halten, wie jetzt aus der ersten Fallgeschichte dazu aus Neuseeland abzulesen ist.

Auch wenn die Kapseln über die Jahre immer weniger Insulin freisetzen - möglicherweise aufgrund von Veränderungen der Kapseln -, so haben die Forscher doch einen Riesenschritt in Richtung Xenotransplantation für die Kranken gemacht. Denn: Die verpackten Zellen werden nicht abgestoßen und übertragen keine Viren. Es gibt also noch Optimierungs-Bedarf, etwa vielleicht bei den Kapseln. Dann könnte sich die Hoffnung auf die Therapie aber schon bald erfüllen.

Lesen Sie dazu auch: Schweinezellen funktionieren bei Diabetiker noch nach zehn Jahren

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