Mamma-Karzinom

Zähne putzen - bei Brustkrebs wichtig

Gute Mundhygiene senkt das Risiko für Kiefernekrosen unter einer Knochenmetastasen-Therapie.

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NEU-ISENBURG (eb). Bei einer von 100 Brustkrebs-Patientinnen, die wegen Knochenmetastasen ein Bisphosphonat oder den speziellen Antikörper Denosumab erhalten, entwickelt sich im Laufe der Therapie eine Kiefer-Osteonekrose, teilt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Berufsverband der Frauenärzte mit.

Die Ursachen für die Nebenwirkung seien noch weitgehend unbekannt. Die Nekrose trifft vor allem Patientinnen mit schlechtem Zahnstatus und nach größeren zahnärztlichen Eingriffen, so die Experten.

Die ersten Symptome sind Schmerzen, umschriebene Schwellungen in Kiefer und Zahnfleisch, eitriger Ausfluss und nicht heilende Wunden. Später kann sogar der Knochen freiliegen.

Vor Begin der Therapie Zahnsanierung durchführen

Der Prozess kann nur zum Stillstand kommen und abheilen, wenn die Arzneimittel abgesetzt werden. Daher empfiehlt die DGGG, dass vor Beginn einer Bisphosphonat- oder Denosumab-Therapie möglichst eine vollständige Zahnsanierung durch geführt werden sollte.

Alle Paradontose-Herde sollten versorgt und ausgeheilt sein, Prothesen dürfen keine Druckstellen verursachen.

Während der Therapie mit Bisphosphonaten oder Denosumab sollten Patientinnen eine sehr gute Mundhygiene einhalten und regelmäßig alle sechs Monate zum Zahnarzt gehen, raten die Experten. Entzündungen im Mundbereich sollten vermieden werden.

Wenn zahnärztliche Operationen notwendig würden, müsse der Zahnarzt über die Therapie informiert werden.

Arzneimittelgabe bis zur Ausheilung unterbrechen

Solche Operationen sollten nur von erfahrenen Ärzten durchgeführt werden, die etwa eine Ausbildung für Mund Kiefer-Gesichts-Chirurgie oder Oralchirurgie haben und die mit dem Krankheitsbild vertraut sind, um die ersten Symptome frühzeitig zu erkennen.

Die Arzneimittelgabe sollte bis zum vollständigen Ausheilen unterbrochen werden. Zusätzlich haben aktuelle Studien gezeigt, dass Kiefernekrosen noch seltener auftreten, wenn man bereits vor der Op mit der Gabe von Antibiotika beginnt.

Dabei muss sich natürlich der Zahnarzt mit dem Arzt, der die Krebsbehandlung durchführt, sorgfältig absprechen.

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