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Zeitbombe Burn-out

Unzufrieden am Arbeitplatz? So schnell fängt Burn-out an. Spätestens beim Satz "Ich kann nicht mehr" sollten alle Alarmglocken schrillen. Die Erkrankung ist auf dem Vormarsch, warnen Ärzte. Gewerkschafler gehen noch weiter: Burn-out ist eine Zeitbombe. Und die Uhr tickt.

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BERLIN/EBENHAUSEN (mut/eb). Wer ausgebrannt ist, der hat sich wenigstens leidenschaftlich für eine Sache eingesetzt - dieses Klischee ist falsch, betonen Ärzte. Unterdessen warnt die IG Metall davor, dass Burn-out in der Arbeitswelt zunimmt.

Ausgebrannt am Arbeitsplatz.

Ausgebrannt am Arbeitsplatz.

© lichtmeister / fotolia.com

86 Prozent von knapp 3900 befragten Betriebsräten sehen einen Anstieg psychischer Krankheiten inklusive Burn-out bei Arbeitnehmern.

73 Prozent finden, dass zu wenig dagegen getan wird.

IG Metall: Stressprävention wichtiger nehmen

So lauten Umfrage-Ergebnisse der Gewerkschaft, die jetzt vorgestellt worden sind.

Die IG Metall fordert daher, dass Stressprävention in Betrieben künftig den gleichen Stellenwert wie Lärmschutz oder Sicherheit beim Umgang mit Gefahrenstoffen erhält.

Umzufriedenheit ist das Leitmotiv

Das Leitmotiv bei Burn-out ist Unzufriedenheit, hat Dr. Thomas Bergner im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" betont. Betroffene sind bereits dann schon unzufrieden mit ihrem Berufsleben, wenn es ihnen nach außen hin noch richtig gut geht.

Das unterscheide sie auch von Depressiven, bei denen eher ein Gefühl von Traurigkeit im Vordergrund stehe.

Betroffen schaffen es nicht, ihre Bedürfnisse zu erkennen

Die Unzufriedenheit bei Burn-out-Kranken resultiere auch nicht unbedingt aus dem Arbeitsalltag, sondern werde vielmehr darauf projiziert, so der Burn-out-Coach aus Ebenhausen bei München.

Wichtig sei es, die dahinter stehenden Probleme zu analysieren und den Betroffenen klar zu machen. So würden es Betroffene häufig nicht schaffen, ihre Bedürfnisse zu erkennen und in ihr Leben zu integrieren.

Erkennen lässt sich Burn-out an der emotionalen Erschöpfung mit Sätzen wie "Ich kann nicht mehr", am Rückzug ins Schneckenhaus, bei dem Kontakte zu Freunden und Verwandten abgebrochen werden, und erst zum Schluss an einer Leistungsabnahme.

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