Berlin

Laut KV Berlin sind 90 Prozent der Praxen von Preissteigerungen betroffen

Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin hat Berliner Arztpraxen nach den steigenden Energiekosten befragt. An anderen Stellen versuchen die Ärzte deshalb zu sparen.

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Berlin. Die Inflation und die steigenden Energiepreise spüren auch die Arztpraxen in der Hauptstadt. Insgesamt 1477 Praxen haben an einer Befragung der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin zur aktuellen Lage teilgenommen. Mehr als 90 Prozent dieser Praxen haben angegeben, dass die Heiz- und Energiekosten steigen. 58 Prozent haben demnach bereits eine Preisanpassung des Energieanbieters erhalten. Ein Drittel von diesen Praxen muss nun in diesem Jahr mehr als das Doppelte für Energie zahlen.

Aber auch in den Bereichen Personal, Miete, Medizinprodukte sowie Artikel des täglichen Praxisbedarfs müssen die Praxen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Aufgrund der Mehrausgaben versuchen die Praxen an verschiedenen Stellen zu sparen. So verringern 83 Prozent der Befragten die Raumtemperatur, 69 Prozent verwenden weniger Lampen, 68 Prozent schalten Geräte in ungenutzten Zeiten ab und 33 Prozent nutzen nur noch kaltes Wasser. „Wir hören aber auch viele Stimmen, dass kein Sparpotenzial mehr vorhanden ist, weil das Ende der Fahnenstange längst erreicht ist“, heißt es seitens des KV-Vorstandes. Lediglich fünf Prozent planen keinerlei Einsparmaßnahmen.

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„Insgesamt zeichnet sich eine fatale Gemengelage ab, die immer mehr Praxisinhaber darüber nachdenken lässt, ihre Praxis aufzugeben“, so der KV-Vorstand weiter. Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin hatte in Anbetracht der Kostensteigerung einen Energiekosten-Rettungsschirm für die Praxen von der Politik gefordert. Diese Forderung unterstützt die Mehrheit der befragten Praxen mit 92 Prozent. Von Gesundheitsminister Karl Lauterbach und der Ampelkoalition fordert die KV Berlin daher: „Handeln Sie endlich und greifen Sie auch den Praxen finanziell unter die Arme!“ (mas)

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