Kammerversammlung

Ärztekammer Sachsen-Anhalt warnt vor einem „Winter der Insolvenzen“

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Magdeburg. Sachsen-Anhalts Ärztekammer befürchten vor dem Hintergrund steigender Energiekosten und dem immer größer werdenden Mangel an Fachkräften einen „Winter der Insolvenzen“.

Das Gesundheitswesen sei dadurch zusätzlich unter Druck, die Sicherstellung der medizinischen Versorgung gefährdet, teilte die Ärztekammer am Samstag in Magdeburg mit. Es gebe in diesem Bereich nur minimale Energie-Einsparpotentiale, in den Einrichtungen „gehe das Licht aus“, hieß es.

„Es ist zwingend erforderlich, dass hier ein Notfallplan greift, der die Sicherstellung der medizinischen Versorgung im stationären und ambulanten Bereich gewährleistet“, sagte Kammerpräsident Professor Uwe Ebmeyer laut Mitteilung. „Wenn nichts passiert, geraten wir in eine Kostenfalle, die nicht mehr händelbar ist.“

Die Kammerversammlung forderte außerdem eine Ausbildungsoffensive und mehr Medizinstudienplätze. Statt „für mehr Ärzte und Arztarbeitszeit zu sorgen, sollen Unsummen in den Aufbau arztferner medizinischer Versorgungsstrukturen wie Gesundheitskioske oder Community Health Nurses investiert werden“, kritisierte die Versammlung.

Neben einer „auskömmlichen Finanzierung“ des Gesundheitswesens brauche es eine „Ausbildungsoffensive für mehr medizinische Fachkräfte, die in enger Teamarbeit mit Ärztinnen und Ärzten delegationsfähige Leistungen übernehmen“. Und neben mehr Medizinstudienplätzen sollten an den Fakultäten in Sachsen-Anhalt stärker Bewerber aus dem Land berücksichtigt werden. (dpa/eb)

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