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Beschwerden nach Corona-Impfung

Rund 1.650 Anrufe bei Post-Vac-Hilfetelefon in Bayern

Anfang April hat das bayerische Landesamt für Gesundheit das Hilfetelefon freigeschaltet. Die Nachfrage ist weiter groß.

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Ehemaliges Impfzentrum in München: In Bayern können sich Menschen, die vermuten, dass sie an einem Post-Vac-Syndrom leiden, an das Hilfetelefon des Landesamts für Gesundheit wenden.

Ehemaliges Impfzentrum in München: In Bayern können sich Menschen, die vermuten, dass sie an einem Post-Vac-Syndrom leiden, an das Hilfetelefon des Landesamts für Gesundheit wenden.

© Peter Kneffel/dpa

München. Die Anfang April gestartete Hotline für Menschen mit gesundheitlichen Problemen nach einer Corona-Impfung bleibt stark nachgefragt.

Bis Donnerstag hätten die Mitarbeiter beim Hilfetelefon des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) rund 1.650 Anrufe erhalten, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) in München. „Wenn sich in so kurzer Zeit so viele Menschen – auch aus anderen Bundesländern – an die Hotline wenden, ist der Leidensdruck der Betroffenen groß.“

Wegen der großen Nachfrage zum Start am 3. April war das Personal für die Hotline um zwei Mitarbeiter aufgestockt worden. „Aktuell sind jeweils sechs bis sieben Mitarbeiter in jeder Schicht eingesetzt, was beim derzeitigen Aufkommen ausreichend ist“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Falls die Nachfrage wieder steige, könne die Hotline „jederzeit personell aufgestockt werden“.

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Individuelle medizinische Beratung ist nicht möglich

Insgesamt komme es sehr selten zu anhaltenden Gesundheitsstörungen nach einer COVID-19-Impfung, hatte Holetschek zum Start der Hotline betont. Bis Ende März kamen auf rund 29 Millionen verabreichte Corona-Impfungen in Bayern 84 anerkannte Impfschäden.

Auch das so genannte Post-Vac-Syndrom scheine nach derzeitigem Kenntnisstand nur sehr wenige Menschen zu betreffen, sagte Holetschek. Der Nutzen einer Impfung überwiege bei weitem die Risiken.

Ziel der Hotline sei es, den Menschen Hilfestellung zu geben, wenn sie Fragen zum Vorgehen bei möglichen Impffolgen hätten. „Eine individuelle medizinische Beratung ist am Telefon leider nicht möglich, auch wenn sich das viele Anrufer sicher wünschen“, sagte Holetschek. „Vielmehr hat sie eine Lotsenfunktion: Wo gibt es seriöse Angebote, an wen kann man sich wenden? Im Netz sind ja auch viele Falschinformationen unterwegs.“

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Beeinträchtigungen unterschiedlichster Art

Viele Anrufer und Anruferinnen berichteten demnach von teils schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen, oft unklaren Diagnosen und dadurch auch seelischen Belastungen. „Die Hotline soll daher auch ein Signal sein, dass wir die Menschen ernstnehmen und nicht allein lassen“, sagte Holetschek.

Er wolle zudem mit Vertretern von Verbänden und Ambulanzen darüber sprechen, wie die Versorgung von Patienten mit Post-Vac-Symptomen verbessert werden könne. (dpa)

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