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Engpässe wegen SARS-CoV-2

Beschaffung von Schutzkleidung mit Hilfe des Verteidigungsministeriums

Anno FrickeVon Anno Fricke Veröffentlicht:
Bundesgesundheitsminister Spahn mit den Landesgesundheitsministern am 4. März 2020 in Berlin

Bundesgesundheitsminister Spahn mit den Landesgesundheitsministern am 4. März 2020 in Berlin

© Anno Fricke

Berlin. Gesundheitsminister Jens Spahn geht die Knappheit von Schutzkleidung und Desinfektionsmittel an. Er greift bei der zentralen Beschaffung von Mundschutz und Schutzanzügen dabei auf die Expertise des Verteidigungsministeriums zurück. Das kündigte der Minister am Mittwochabend in Berlin an.

Die zentrale Beschaffung heiße jedoch nicht, dass sich Ärzte und Krankenhäuser von sich aus nicht mehr um Schutzkleidung kümmern sollten, sagte Spahn. Die Anstrengungen des Ministeriums seien darauf ausgerichtet, Engpässe auszugleichen.

Das Ministerium habe bereits Angebote erhalten – einige unseriöse, aber auch belastbare. Von langwierigen Vergabeverfahren wolle er absehen.

Über die Verteilung werde er dann verhandeln, wenn es etwas zu verteilen gebe, so Spahn weiter. Dann wolle er auch mit Ärzten, Krankenhäusern und Ländern sprechen.

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Um die Knappheit bei Desinfektionsmitteln zu verringern, sollen Apotheken nun zudem – mittels einer Ausnahmezulassung – Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis herstellen und abgeben dürfen. Aufgrund einer Gefahr für die öffentliche Gesundheit wurde eine Allgemeinverfügung zur Zulassung 2-Propanol-haltiger Biozidprodukte erlassen, die eine Ausnahme von der EU-Biozidverordnung regelt.

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Mit den Ländern sei außerdem verhandelt, dass regionale Anlaufstellen für die Testung eingerichtet werden sollen. Dort sollen auch Ärzte im Ruhestand und Medizinstudenten eingesetzt werden können, sagte Spahn.

Das Robert Koch-Institut hat darüber hinaus den Pandemieplan aktualisiert, wie bei der Pressekonferenz bekannt gegeben wurde. Für das Coronavirus SARS-CoV-2 soll in erster Linie eine Eindämmungsstrategie gefahren werden. Er rechne bald mit wirksamen Therapien, kündigte dazu RKI-Präsident Professor Wieler an Mittwochabend an.

Alle Länder haben inzwischen eigene Krisenstäbe eingesetzt.

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