Coronavirus

SARS-CoV-2: Krisenstab verbietet Export medizinischer Schutzausrüstung

Die Bundesregierung zieht wegen fehlender Schutzausrüstung die Notbremse. Das Spahn-Ministerium übernimmt zentral die Beschaffung dieser Artikel für Praxen und Kliniken.

Von Thomas HommelThomas Hommel Veröffentlicht:
Dringend benötigt: Schutzkleidung und Atemmasken, wie hier auf der Infektionsstation der Uniklinik Essen.

Dringend benötigt: Schutzkleidung und Atemmasken, wie hier auf der Infektionsstation der Uniklinik Essen.

© Marcel Kusch/dpa

Berlin. Die durch die Ausbreitung des Coronavirus zunehmend knapper werdende Schutzausrüstung für Ärzte und Pflegekräfte ruft die Bundesregierung auf den Plan. Der gemeinsame Krisenstab von Bundesinnen- und Bundesgesundheitsministerium hat am Dienstagabend ein Exportverbot für medizinische Schutzausrüstung beschlossen.

Das Bundesgesundheitsministerium soll die betreffenden Artikel zudem zentral für Arztpraxen, Krankenhäuser sowie für Bundesbehörden beschaffen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwochvormittag mit.

Darüber hinaus wird der Export von Atemmasken, Handschuhen oder Schutzanzügen ins Ausland ab sofort untersagt. Ausnahmen sind nur unter engen Voraussetzungen möglich, etwa im Rahmen konzertierter internationaler Hilfsaktionen.

Anordnung gilt ab sofort

Im Bundesanzeiger ist eine entsprechende Anordnung des Bundeswirtschaftsministeriums am Mittwoch veröffentlicht worden.

Der Krisenstab empfiehlt ferner, dass Bundesbürger im europäischen Ausland, die sich auf Anweisung lokaler Behörden in Quarantäne begeben müssen, diese zu Ende führen. Damit wird entschieden, dass die deutschen Urlauber, die in einem Hotel auf Teneriffa in Quarantäne sind, nicht vor dem 10. März zurückkehren dürfen.

Das Auswärtige Amt nimmt in seinen Reisehinweisen auf, dass auf Kreuzfahrtschiffen ein erhöhtes Quarantäne-Risiko besteht. Außerdem soll die Zusammenarbeit zwischen Krisenstab und Bundesländern verstärkt werden. Die Länder sollen entsprechende Kontaktpersonen benennen.

Der Krisenstab trifft sich am Donnerstag zu seiner nächsten turnusmäßigen Sitzung. Der Krisenstab wurde nach dem Pandemieplan zur Bekämpfung des Coronavirus gegründet. (hom)

Lesen Sie dazu auch
Mehr zum Thema

Defizite in der Weiterbildung

Führung aus ärztlicher Sicht: Eine Blackbox

Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Infusionen bei Long-COVID

Long-COVID-Syndrom: Warum Frauen häufiger betroffen sind

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Sorgt sich um die Zukunft der Selbstverwaltung: KBV-Chef Dr. Andreas Gassen.

© Bernd von Jutrczenka/dpa

Vertreterversammlung

KBV-Chef Gassen warnt Ampel vor zu vielen staatsnahen Regelungen

AU-Bescheinigungen können vorerst bis Ende März auch weiter via Telefon-Kontakt ausgestellt werden.

© Stockfotos-MG / stock.adobe.com

Corona-Sonderregeln

GBA verlängert Tele-AU bis Ende März 2022