Coronavirus-Pandemie

Brandenburgische Kliniken verzeichnen ein Drittel weniger Patienten

Krankenhäuser in Brandenburg stehen wegen der geringeren Auslastung in der Coronavirus-Pandemie vor einem finanziellen Scherbenhaufen.

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Potsdam. Die Belegung der Kliniken in der Coronavirus-Pandemie ist um ein Drittel zurückgegangen, wie der Leiter der Abteilung Gesundheit im Potsdamer Gesundheitsministerium, Michael Zaske, im Fachausschuss des Landtags berichtete. Die Erlöse seien um 29 Prozent zurückgegangen.

„Der Hauptblock der Personalkosten bleibt für die Kliniken bestehen, egal wie viele Patienten sie behandeln“, sagte Zaske. „Die Versorgung im Land wird zunehmend schwierig, gerade unter den Bedingungen der Pandemie.“

Kliniken existenziell gefährdet

So wie die Regeln jetzt seien, seien sie nicht auf eine flächendeckende Versorgung mit Krankenhäusern ausgerichtet, sondern zielten auf ein System ab, das sich ausschließlich an Intensivkapazitäten orientiert.

Würde das System der Ausgleichszahlungen so fortgesetzt, würde dies viele Kliniken existenziell gefährden. „Wir haben viele kleine kommunale, aber auch kirchliche Krankenhäuser, die Schwierigkeiten bekommen“, sagte Zaske. „Wir brauchen ein neues System der Krankenhausfinanzierung, wenn wir wirklich die flächendeckende Versorgung sichern wollen.“

„Keine überflüssigen Standorte“

Ministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) betonte vor den Abgeordneten, sich zusammen mit Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auch weiterhin für die Sicherung der Krankenhäuser einsetzen zu wollen. „Wir haben in Brandenburg keine überflüssigen Standorte“, sagte die Ministerin. „Wir haben unsere Hausaufgaben in den 90er Jahren gemacht.“

Es könne überhaupt nicht angehen, dass die Krankenhäuser in Brandenburg nun zu einem Kollateralschaden von Erwägungen würden, die in eine völlig andere Richtung gingen. (lass)

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