Brandenburg

CDU-Abgeordnete und Linke fordern Verzicht auf Nachfolge von Staatssekretär Ranft

Nach dem Ausscheiden von Sozial- und Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft mehren sich im Brandenburger Landtag die Stimmen gegen eine Nachbesetzung vor der Landtagswahl im Herbst.

Veröffentlicht:
Nach dem Ausscheiden von Sozial- und Gesundheits-Staatssekretär Michael Ranft gibt es im Brandenburger Landtag Forderungen, vor der Landtagswahl im Herbst keine Nachbesetzung mehr vorzunehmen. (Archivbild)

Nach dem Ausscheiden von Sozial- und Gesundheits-Staatssekretär Michael Ranft gibt es im Brandenburger Landtag Forderungen, vor der Landtagswahl im Herbst keine Nachbesetzung mehr vorzunehmen. (Archivbild)

© Lena Lachnit / dpa / picture alliance

Potsdam. Nach dem Ausscheiden von Sozial- und Gesundheits-Staatssekretär Michael Ranft mehren sich im Brandenburger Landtag die Stimmen gegen eine Nachbesetzung vor der Landtagswahl im Herbst. „Angesichts der Tatsache, dass nur noch wenige Monate bis zum Ende der aktuellen Legislaturperiode verbleiben, ist die Nachbesetzung des Staatssekretärspostens absoluter Quatsch“, sagte der Vorsitzende der oppositionellen Linke-Fraktion, Sebastian Walter, am Freitag laut Mitteilung. Zuvor hatte auch die Abgeordnete Saskia Ludwig von der Regierungsfraktion CDU die geplante Nachbesetzung kritisiert.

Forderung: Aufgaben von Ranft bis zur Wahl kommissarisch betreuen lassen

In Brandenburg regiert eine rot-schwarz-grüne Koalition. Sozialministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hatte Ranft am Mittwoch auf eigenen Wunsch in den einstweiligen Ruhestand versetzt und eine schnelle Nachbesetzung angekündigt. Walter forderte dagegen, die Aufgaben von Ranft bis zur Wahl kommissarisch betreuen zu lassen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) müsse eingreifen und für einen verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern sorgen, forderte er. „In Zeiten, in denen jeder Euro zählt, wäre das ein klares Signal an die Brandenburgerinnen und Brandenburger.“

Ludwig hatte ihre Ablehnung damit begründet, dass der Nachfolger oder die Nachfolgerin schon nach wenigen Monaten Anspruch auf Versorgungsbezüge hätte, wenn das Amt nach der Landtagswahl in einer anderen Landesregierung neu besetzt würde.

Ministeriumssprecher: Nachfolge nötig, unter anderem wegen Krankenhausreform

Ministeriumssprecher Gabriel Hesse verwies am Freitag dagegen erneut auf die große Themenfülle seines Hauses. So müsse etwa die Krankenhaus-Reform mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) verhandelt werden. Daher müsse die Stelle des Staatssekretärs für Soziales, Gesundheit und Integration schnell neu besetzt werden.

Die zweite Staatssekretärin Dr. Antje Töpfer ist für die Regierungskoordination und Verbraucherschutz zuständig. Sie will bei der Landtagswahl als Spitzenkandidatin der Grünen antreten. „Wenn Frau Töpfer nicht kann, weil sie im Wahlkampf gebunden zu sein scheint, dann wird es sicher eine andere geeignete Person im Ministerium geben, die die anstehenden Aufgaben kommissarisch übernehmen kann“, meinte Walter. (dpa/bb)

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Vergütung durch AOK Nordost

Einigung bei Krankenfahrten in Brandenburg

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
In Deutschland gibt es immer weniger klinische Forschung. Was Deutschland hingegen zu leisten imstande ist, zeigte sich zuletzt bei der COVID-19-Pandemie: mRNA-basierte Impfstoffe wurden schnell entwickelt und produziert.

© metamorworks / stock.adobe.com

Handlungsempfehlungen

Deutschland-Tempo statt Bürokratie-Trägheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
 Shabnam Fahimi-Weber

© Jochen Tack

Einsatz im Kriegsgebiet

Essener HNO-Ärztin hilft Menschen im Iran via Telemedizin

Endoskopische Auffälligkeiten bei der Colitis ulcerosa

© Gastrolab / Science Photo Library

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa