SARS-CoV-2

Corona-Testzentrum an Frankfurter Flughafen eröffnet

Das neue Testzentrum am Frankfurter Flughafen startet zeitgleich mit der Centogene-Initiative „Wir testen“. Auf breiter Front werden flächendeckende Tests und mehr Staatsmittel gefordert.

Von Margarethe UrbanekMargarethe Urbanek Veröffentlicht:
Passagiere, die für ihre Reise ein Test-Zertifikat benötigen, werden im Corona-Testzentrum am Flughafen Frankfurt von medizinisch geschultem Personal getestet.

Passagiere, die für ihre Reise ein Test-Zertifikat benötigen, werden im Corona-Testzentrum am Flughafen Frankfurt von medizinisch geschultem Personal getestet.

© Centogene

Frankfurt/Main. Die Sommerferien starten und die Reisewarnungen für die meisten europäischen Länder sind wieder aufgehoben, der internationale Reiseverkehr wird – wenn auch unter Auflagen – allmählich wieder aufgenommen. Ein Schritt in Richtung einer „neuen Normalität“ am Frankfurter Flughafen soll die Eröffnung des neuen Corona-Testzentrums sein, das am Montag gestartet ist.

Reisende haben hier ab sofort die Möglichkeit, sich in unmittelbarer Nähe des Hauptterminals auf COVID-19 testen zu lassen. Rund 300 Tests pro Stunde könnten in den insgesamt acht Kabinen durchgeführt werden, hieß es am Montag bei der Eröffnung.

Das Biotechnologie-Unternehmen Centogene hat das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Flughafenbetreiber Fraport und der Lufthansa gestartet. Die Partnerschaft für den Frankfurter Flughafen mit der Lufthansa und Fraport soll voraussichtlich bis zum 31. Juli 2021 laufen.

Tests durch medizinisches Personal

„Mit der Eröffnung des Testcenters bieten wir unseren Gästen eine komfortable Möglichkeit, sich für Flüge ins Ausland oder einen Aufenthalt in Deutschland zu testen, um eine Quarantäne zu vermeiden“, erklärt Dr. Björn Becker von der Lufthansa Group.

Passagiere können sich den Angaben zufolge entweder am Vortag oder aber am Reisetag in einem Eilverfahren auf SARS-CoV-2 testen lassen. Die Registrierung dafür erfolgt online. Der Abstrich für Passagiere, die ein Flugzertifikat benötigen, etwa um die Einreiseregularien im Zielland zu erfüllen, erfolgt durch medizinisch geschultes Personal. Wer kein Zertifikat braucht, kann die Abstrichprobe auch selbst entnehmen.

Die PCR-Tests werden den Angaben zufolge dann zeitnah in einem Labor ausgewertet. „In 98 Prozent der Fälle wird das Ergebnis innerhalb von sechs bis acht Stunden digital bereitgestellt. Im Fast-Track-Verfahren kann es auch nur zwei bis drei Stunden dauern“, erläutert Dr. Volkmar Weckesser, Chief Information Officer bei Centogene am Montag bei der Eröffnung.

Die Preise für den PCR-Test liegen bei 139 Euro (Fast-Track) oder 59 Euro.

„Testen, testen, testen“

Das Testzentrum am Flughafen Frankfurt ist ein Teil der Initiative „Wir testen“ von Centogene, die anlässlich der Eröffnung vorgestellt wurde. Die Initiative setzt sich für flächendeckende präventive Testungen ein, um die Rückkehr in eine „neue Normalität“ zu gewährleisten.

„Um ein weiteres Ausbreiten der COVID-19-Infektion soweit wie möglich einzudämmen, ist ein auf Prävention ausgelegtes, flächendeckendes SARS-CoV-2-Test-System das effektivste Mittel – so lange, bis ein Impfstoff in der Breite verfügbar ist“, erklärt Arndt Rolfs, Initiator der Initiative und CEO von Centogene.

Rolfs appellierte in dem Zusammenhang für mehr Bereitschaft des Bundes, für präventive Testungen aufzukommen. Präventionskosten seien deutlich niedriger als die Folgen einer Erkrankung oder ein weiterer Lockdown.

Auch Fritz Keller, Präsident des Deutschen Fußballbundes (DFB), unterstützt die „Wir testen“-Initiative, forderte am Montag aber: „Die Testungen dürfen nicht nur über die Arztpraxen laufen.“ Die Pandemie fordere es, neue Wege zu denken und Arztpraxen insbesondere bei Testungen von Personen ohne Symptome zu entlasten.

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