Kommentar zur Lage im Norden

Einfach noch mal zu Hause bleiben

Reiserückkehrer und zunehmende Sorglosigkeit lassen die Infektionszahlen in Schleswig-Holstein steigen. Die Empfehlung, nach der Rückkehr noch eine Woche auf nicht notwendige Kontakte zu verzichten, ist sinnvoll.

Von Dirk Schnack Veröffentlicht: 30.07.2020, 16:00 Uhr

Das Ende der Ferienzeit beschert den Menschen in Norddeutschland ein Problem mit Ansage: Täglich strömt ein vierstellige Zahl von Menschen zurück in die Heimat und manche von ihnen haben SARS-Cov-2 als unerwünschtes Mitbringsel dabei.

Nicht jeder, der sich infiziert hat, muss in einem Risikogebiet gewesen sein. Die aktuell auftretenden Fälle kommen zum Teil aus Ländern, die geringere Infektionszahlen aufweisen als Deutschland. Viele Betroffene wissen nichts davon, weil sie symptomlos sind. Die in Schleswig-Holstein errichteten mobilen Testzentren sind ein wichtiger Schritt, solche Fälle zu erfassen.

Weil eine vollständige Sicherheit damit nicht erreicht werden kann, ist der Appell aus dem ÖGD wichtig: Auch wer nicht in einem Risikogebiet war, sollte die Kontakte soweit wie möglich reduzieren und wenn möglich ein zweites Testergebnis nach einer Woche abwarten.

Quarantäne ist den meisten Menschen schon nicht möglich, weil sie zur Arbeit müssen. Was sie aber tun können, ist Kontakte zu anderen Menschen so weit wie möglich herunterzuschrauben. Um einen erneuten Lockdown oder neue Verbote zu verhindern, ist jeder einzelne gefragt – daran hat sich seit Pandemieausbruch vor einem halben Jahr nichts geändert.

Bei manchen Menschen scheint dieses Bewusstsein während ihres Urlaubs in Vergessenheit geraten zu sein, umso wichtiger ist entsprechendes Verhalten nach dem Urlaub.

Schreiben Sie dem Autor: gp@springer.com

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