Folgen der Corona-Impfung

Fast 2.000 Anrufe bei Post-Vac-Hotline in Bayern

Bayerische Vertreter aus Politik und Ärzteschaft kommen zu dem Schluss: Die mehrstufige Versorgung im Freistaat taugt für die Versorgung bei Corona-Impfbeschwerden. Aber es braucht mehr Forschung.

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München. Bayern baut auf eine gestufte Versorgung für Menschen mit anhaltenden Beschwerden nach einer COVID-19-Impfung mit den Haus- und Fachärzten als ersten Ansprechpartnern. Bei Bedarf überweisen sie Patienten dann an Fachärzte und Spezialambulanzen. Für schwere Fälle des Post-Vac-Syndroms gibt es überdies Post- und Long-COVID-Ambulanzen an den bayerischen Universitätskliniken.

Die Ärzteschaft habe bekräftigt, betont nun Gesundheitsminister Klaus Holetschek in einer Pressemeldung, dass sie die gestufte Versorgung angesichts der begrenzten Zahl an Betroffenen für sinnvoll halte. In Bayern wurden bislang 90 Impfschäden nach COVID-19-Impfung anerkannt. Dem stehen rund 29 Millionen COVID-19-Impfungen gegenüber. Eingerichtet hat der Freistaat überdies Anfang April eine eigene Post-Vac-Hotline.

Grundlagenforschung ist entscheidend

Fast 2.000 Menschen haben sich dort seither gemeldet wegen gesundheitlicher Probleme nach einer Corona-Impfung. Angerufen werde nicht nur aus Bayern, sondern auch aus weiteren Bundesländern. Betreut wird die beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen angesiedelte Hotline von bis zu 15 Telefonkräften.

Für impfbezogene Symptome wie das Post-Vac-Syndrom fehle in der täglichen Praxis noch eine klar definierte Möglichkeit der Diagnostik und Therapie, wird Professor Jörg Schelling, Vertreter des Bayerischen Hausärzteverbandes, in der Pressemeldung zitiert. Die Förderung der Grundlagenforschung zur Einordnung des Krankheitsbildes sei entscheidend. Gesundheitsminister Klaus Holetschek bläst ins gleiche Horn und verweist darauf, dass die Gesundheitsministerkonferenz die Bundesregierung Ende März aufgefordert hatte, die Forschung zum Post-Vac-Syndrom zu intensivieren und zu fördern. (mic)

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